«Ich will boxen, keine Probleme machen»
Brian Keller in Volketswil Persona non grata
In Volketswil hätte Brian Keller bei einer Kampfveranstaltung seine professionelle Boxerkarriere gestartet. Die Gemeinde verhinderte dies. Er findet das schade – will sich aber nicht gegen den Entscheid wehren.
Brian Keller ist in Volketswil unerwünscht. Die Gemeinde hat dem Organisator der «Fight Night» Ende Februar im Kultur- und Sportzentrum Gries mit einem Veranstaltungsverbot gedroht (zum Beitrag). Nun darf Keller nicht kämpfen. Damit fällt auch sein Profidebüt vorerst ins Wasser.
Herr Keller, Sie hätten Ende Februar in Volketswil Ihren ersten Kampf als offiziell lizenzierter Boxer bestritten und somit Ihre Karriere als Profi gestartet. Wie sehr ärgert Sie die Ablehnung der Gemeinde?
Brian Keller: Ich finde es schade. Sie wollen nicht, dass ich auf einen guten Weg komme. Ich verstehe nicht, wieso man mich nicht unterstützt und mir Steine in den Weg legt.
Haben Sie bereits einen anderen Austragungsort für Ihr Debüt geplant?
Das ist zu kurzfristig. Ich hoffe, dass es an einem anderen Ort klappt. Es muss einfach.
Ist es schwierig, Austragungsorte für Ihre Kämpfe zu finden?
Schon bei meinem letzten Schweizer Kampf in Winterthur war es kompliziert. Auch wollen mich viele Boxklubs nicht als Mitglied, was es weiter erschwert.
Wollen Sie gegen den Entscheid der Gemeinde ankämpfen?
Nein. Ich will boxen, keine Probleme machen.