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Jahresrückblick 2025: September/Oktober

Brücke soll Stedtli entlasten

Lautes Feuerwerk, ein Spital in Finanznöten, neue Deponiepläne, Unfälle, die Gastroszene oder Platz für SBB-Serviceanlagen: Das zu Ende gehende Jahr 2025 hat in der Region viel zu reden gegeben. Heute der fünfte Teil des Rückblicks.

In einem weiten Bogen spannt sich die Brücke über den Aabach beim Stedtli Grüningen.

Visualisierung: Tiefbauamt Kanton Zürich

Brücke soll Stedtli entlasten

Rückblick 2025: September/Oktober

Lautes Feuerwerk, ein Spital in Finanznöten, neue Deponiepläne, Unfälle, die Gastroszene oder Platz für SBB-Serviceanlagen: Das zu Ende gehende Jahr 2025 hat in der Region viel zu reden gegeben. Heute der fünfte Teil des Rückblicks.

Bundesrat eröffnet Feier zu 1250 Jahre Uster

Eröffnung des Usterfests 2025 mit Bundesrat Rösti und Stadtpräsidentin Thalmann.
Das rote Band leistet Widerstand: Bundesrat Albert Rösti (SVP) und Usters Stadtpräsidentin Barbara Thalmann (SP) eröffnen das Jubiläumsfest.

5. September: Mit einer grossen Schere durchschneidet Bundesrat Albert Rösti (SVP) das Eröffnungsband: Uster stürzt sich aus Anlass seines 1250-jährigen Bestehens während dreier Tage in ein grosses Fest. Konzerte, Bühnen, Bahnen und Stände gibt es verstreut über das ganze Stadtzentrum.

Ustermer Gartenbauer kauft das Zentrum von Aathal

Luftbild des Dorfzentrums von Aathal.
Den Dorfkern von Aathal (im Bild links der Hauptstrasse) hat der Ustermer Gartenbauer Oliver Egli gekauft.

11. September: Statt der börsenkotierten Immobilienfirma Hiag AG hat neu der Gartenbauer Oliver Egli aus Uster das Sagen im alten Dorfkern von Aathal. Der Unternehmer will auf dem Areal des einstigen Bauernhofs eine weitere Aussenstelle seiner Firma realisieren. In den zugekauften Häusern möchte er dereinst Angestellte unterbringen.

Yvonne Bürgin ist neue Präsidentin der Mitte-Fraktion

Yvonne Bürgin steht an einer Holzwand.
Yvonne Bürgin (Die Mitte) hat das Fraktionspräsidium in Bundesbern übernommen.

16. September: Yvonne Bürgin wird von den Mitgliedern der Mitte-Fraktion zur neuen Fraktionspräsidentin in den Berner Räten gewählt. Die Nationalrätin aus Rüti, wo sie auch als Gemeindepräsidentin wirkt, tritt damit die Nachfolge von Philipp Matthias Bregy an.

Wetzikerin triumphiert am Greifenseelauf

Fabienne Schlumpf am Greifenseelauf 2025.
Fabienne Schlumpf beendet den Greifenseelauf 2025 als schnellste Frau.

20. September: Fabienne Schlumpf gewinnt den Greifenseelauf. Die Wetzikerin zeigt ein kluges Rennen.

Elma Electronic investiert 40 Millionen Franken in den Standort Wetzikon

Ein roter Kran löst ein Betonelement aus der Fassade eines Fabrikgebäudes. Im Vordergrund schauen Menschen zu und filmen den Vorgang.
Der Auftakt zum Campus-Neubau steht unter dem Motto «Aufbruch». Symbolisch wird das erste Betonelement aus der Fassade entfernt.

22. September: Computer von Elma finden sich in Zügen, Flugzeugen und Rüstungsgütern. In Wetzikon soll ein Kompetenzzentrum der Elektronikindustrie entstehen. Der CEO von Elma Electronic lanciert die Rundumerneuerung des in die Jahre gekommenen Hauptsitzes des Elektronikunternehmens.

Niederlage im Kampf gegen Schulschliessung in Unterbach

Das Primarschulhaus Unterbach in Hinwil steht an einem Hang.
Das Schulhaus Unterbach soll nach dem Willen der Hinwiler Schulpflege geschlossen werden.

1. Oktober: 14 Schülerinnen und Schüler müssten bei einer Schliessung des Schulhauses Unterbach in Hinwil im nächsten Sommer an einen neuen Primarschulstandort umplatziert werden. Die Hinwiler Schulpflege möchte das Schulhaus aus Kostengründen schliessen, weil dieses sanierungsbedürftig ist. Kurz nach der Bekanntmachung der Schliessung im Januar haben zwei Personen beim Bezirksrat Hinwil einen Rekurs gegen den Entscheid eingereicht. Neun Monate später ist nun klar: Der Bezirksrat befasst sich nicht mit der Schulschliessung. Dies, weil die Rekurrierenden gar nicht dazu berechtigt sind. Vertreter der Interessengemeinschaft wollen so schnell nicht aufgeben und reichen eine Petition ein.

In Uster wird das Stimmvolk über die Richtplanung entscheiden

Eine Velofahrerin steht an einer Kreuzung, während ein Auto passiert.
Vor allem Verkehrsfragen veranlassen die bürgerlichen Parlamentarier von Uster dazu, gegen den Richtplan das Referendum zu ergreifen.

6. Oktober: SVP, EDU, FDP und BPU wollen mit einem Parlamentsreferendum den Richtplan breiter abstützen. Die bürgerlichen Parteivertreter zeigen sich unzufrieden mit dem «rot-grün dominierten Planungsinstrument». Sie wollen es nach der Abstimmung im Parlament, die aus ihrer Sicht mit 16 zu 19 Stimmen verloren ging, breiter legitimieren. Dass man zum Referendum greift, liegt aus Sicht der SVP vor allem an der Verkehrsdiskussion, «die das Fass zum Überlaufen brachte».

Calatrava-Brücke beim Grüninger Stedtli wird konkreter

Calatravas Umfahrung führt von Oetwil am See her eine Brücke über das Tobel, dann unter dem Grüninger Friedhof in einen Tunnel und anschliessend auf der Wetzikerstrasse in Richtung Wetzikon.
Mit Calatravas Umfahrung führt von Oetwil am See her eine Brücke über das Tobel, die dann unter dem Grüninger Friedhof in einen Tunnel mündet.

6. Oktober: Das historische Stedtli von Grüningen ist vom Durchgangsverkehr stark geplagt. Mehrere tausend Fahrzeuge passieren die engen Gassen täglich. 2018 wurde das Siegerprojekt «Calatrava» für eine Umfahrung mit einer Brücke und einer Unterführung auserkoren. Nun liegt das offizielle Vorprojekt öffentlich auf. Wenn dem Projekt in Form von Rekursen oder einer nicht erteilten Finanzierung seitens der Regierung nichts mehr in die Quere kommt, könnte der Verkehr in und rund um Grüningen bereits 2031 oder 2032 über die Umfahrung geleitet werden.

Zell kämpft um Industrieflächen

Rikon von oben, aufgenommen 2017.
Industrieflächen, im Bild Rikon, sind in der Gemeinde Zell rar.

11. Oktober: Industrie und Gewerbe brauchen Platz, um sich entwickeln zu können. Deshalb versuchte die Gemeinde Zell, im Rahmen der Revision der Ortsplanung Landwirtschafts- in Industrieland umzuwandeln. Mit wenig Erfolg. Obwohl die Stimmbevölkerung bereits im September 2023 zugestimmt hat, ist das neue Regelwerk für die Bautätigkeit in der Agglomerationsgemeinde erst jetzt in Kraft. Doch nicht alle geplanten Änderungen haben es in die definitive Fassung geschafft: Die Gemeinde wollte beispielsweise ein Stück Land, das an das Industriegebiet im Schöntal grenzt, von der Landwirtschaftszone einzonen. Der Kanton, der bei Einzonungen bisweilen sehr restriktiv ist, schiebt dem einen Riegel.

Anschlag auf Hundepension in Maur

Ein Absperrband der Polizei.
Erst ein Tötungsdelikt, dann ein Giftanschlag: Auf einem Hof in Maur kommt die Polizei zum Einsatz.

24. Oktober: In der Nacht kommen in einer Hundepension in Maur elf Hunde ums Leben. Laut ersten Erkenntnissen steht eine Vergiftung im Vordergrund. Die Besitzerin der Pension findet die Tiere am Morgen tot vor. Seit 2018 betreibt sie die Pension, in der ausschliesslich Hunde betreut werden. Der Hof, auf dem sich die Hundepension befindet, war vergangenes Jahr Ort eines Tötungsdelikts. Der Hofbetreiber hat hier seinen Onkel nach einem jahrelangen Familienstreit umgebracht. Der Streit eskalierte, als sich der Onkel über die Bewilligung eines Zauns vor der Hundepension lustig machte. Vor zwei Monaten hat das Bezirksgericht Uster den Mann wegen vorsätzlicher Tötung zu einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren verurteilt.

Erstes Ja zu einer neuen Sekundarschule Wüeri

Oberstufenschulhaus Sekundarschulhaus Wüeri in Nänikon mit den beiden Schulpräsidenten Benno Scherrer (GLP), Sekundarschule Uster, und Ulrich Schmid (SVP), Oberstufe Nänikon-Greifensee (Mann mit Brille).
Die beiden Schulpräsidenten Ulrich Schmid (SVP), Oberstufe Nänikon-Greifensee, links, und Benno Scherrer (GLP), Sekundarschule Uster, treiben die neue Lösung für den Betrieb des Sekundarschulhauses Wüeri in Nänikon voran.

30. Oktober: Die ausserordentliche Schulgemeindeversammlung der Oberstufenschulgemeinde Nänikon-Greifensee bekennt deutlich Farbe: Mit 33 zu 2 Stimmen stellt sie sich hinter die geplante Grenzbereinigung mit der Stadt Uster. Bereits zuvor hat auch das Parlament der Stadt Uster dem Vorhaben zugestimmt. Noch ist jedoch nichts in Stein gemeisselt: Dieser Zwischenschritt ist ein vorberatender Schritt und kann als Empfehlung für die Stimmberechtigten gewertet werden. Am 8. März 2026 wird an der Urne definitiv über die Grenzbereinigung entschieden. Gewährleistet werden auch eine Kontinuität im Schulbetrieb und eine Perspektive für das Schulhaus Wüeri in Nänikon.

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