Villa Flora in Wald beherbergt Schätze von Franz Carl Weber
Kaum eine Oberländer Gemeinde wirkt so ländlich und ist dabei kulturell so vielfältig wie Wald. Im nächsten Sommer ist das Dorf mit dem Spielzeugmuseum Franz Carl Weber um eine Attraktion reicher.
Ländliche Idylle, grüne Wiesen, Kühe, kleine Läden und ein vielseitiges Kulturangebot – die zwischen Hügeln eingebettete Gemeinde Wald unterscheidet sich im Vergleich zu anderen Gemeinden im beschaulichen Oberland in mancherlei Hinsicht. Wer Wald nicht genauer kennt, dem käme wohl als Erstes die Landwirtschaft oder die Reha-Klinik am Faltigberg in den Sinn.
Aber da ist noch mehr: Wegen der einstigen Textilindustrie gibt es im Dorf noch heute einige stattliche Fabrikantenvillen und Herrenhäuser, darunter die 1870 erbaute Villa Flora, die für öffentliche und kulturelle Zwecke zur Verfügung steht und seit 2020 im Besitz der Familie Maurer ist.
Und ebendieses prächtige Haus mit zehn Zimmern beherbergt bald eine beträchtliche Portion Zürcher Geschichte. Im kommenden Sommer öffnet das Zürcher Spielzeugmuseum mit der Privatsammlung der Familie Franz Carl Weber im Obergeschoss – inklusive Bistro und Spielecken – seine Pforten. Der «Franzki», wie die Spielwareninstitution umgangssprachlich liebevoll bezeichnet wird, wartet also in Wald auf.
