Bachtel mit dabei: Regierungsrat macht Mountainbikern den Weg frei
Der Regierungsrat hat ein Mountainbike-Konzept für den Kanton verabschiedet. In 19 Gebieten, darunter dasjenige rund um den Bachtel, soll bald eine neue Infrastruktur für Biker entstehen.
Biker sind gerne im Oberland unterwegs. Allerdings fehlt die Infrastruktur, weshalb es immer wieder zu Konflikten mit Wanderern kommt – enge Wege und fehlende Schilder tragen dazu bei.
Für leidenschaftliche Mountainbiker hat sich das Warten gelohnt, zumindest in planerischer Hinsicht. Diese Woche hat der Zürcher Regierungsrat das kantonale Mountainbike-Konzept beschlossen und damit das Postulat des Kantonsrats vom letzten Jahr beantwortet. Ganz zur Freude der IG MTB Zürich, die den Entscheid im Namen von rund 180’000 Bikerinnen und Bikern im Kanton begrüsst.
Insgesamt sind im Kanton 19 sogenannte Fokusräume, davon 14 prioritär, im Mountainbike-Konzept aufgeführt. Darunter auch das Gebiet um den Bachtel. Alles Standorte, wo die Nachfrage nach Bike-Wegen besonders gross ist.

Biken auf dem bestehenden Wegnetz – inklusive Wanderwegen – ist grundsätzlich erlaubt. Im Rahmen des Konzepts wurde auch ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, welches bestätigt, dass Biken im Wald im Kanton Zürich erlaubt ist, wo in der Swisstopo-Karte Wege eingezeichnet sind und kein Fahrverbot gilt.
Es sei nachhaltiger und ressourceneffizienter, als den gesamten Bedarf an Trails mit eigener Infrastruktur abzudecken, ist auch die IG überzeugt. «Konflikte und Risiken können durch eine Kombination aus zusätzlichen gezielten MTB-Strecken vermieden werden.»
Die gesamte Strategie des Kantons Zürich basiere deshalb auf einem Miteinander statt auf Verboten. «Biken, Wandern, Reiten und alle anderen Waldbesuche sollen im Einklang mit der Natur funktionieren», schreibt die IG MTB Zürich weiter.
Im gesamten Kanton sollen die rund 15 Kilometer an bestehenden Bike-Trails auf 50 bis 80 Kilometer ausgebaut werden. Das Ziel ist, bis 2028 bestehende Mountainbike-Strecken besser zu signalisieren und sanierte oder neu gebaute Routen in Betrieb zu nehmen.
Die Umsetzung des Konzepts müssen der Kanton und die Gemeinden gemeinsam angehen. Für Netzplanung, Ausbau und Signalisation von Wegen sowie Sensibilisierungsmassnahmen werden Investitionen und Unterhaltskosten von schätzungsweise 800'000 Franken jährlich anfallen.