Abo

Politik

Kantonsrat ebnet Weg für mehr Mountainbike-Infrastruktur

Der Verein Zürioberland Biketrails freut sich über den Entscheid des Kantonsrates und die breite Unterstützung aller Fraktionen für das Thema Mountainbike.

Das Zürcher Oberland ist ein Paradies für Mountainbikerinnen und Mountainbiker.

Foto: PD

Kantonsrat ebnet Weg für mehr Mountainbike-Infrastruktur

Grünes Licht aus Zürich

Der Zürcher Kantonsrat hat einen Vorstoss überwiesen mit dem Ziel, mehr Klarheit für Bikende zu schaffen. Dafür soll eine Mountainbike-Strategie ausgearbeitet werden.

Im Kanton Zürich steigen inzwischen weit über 100’000 Personen regelmässig aufs Mountainbike. Zeitweise wird es sehr eng auf den schmalen Wegen im Wald, und häufig sorgen fehlende Schilder zusätzlich für Verwirrung. Es kommt zu Konflikten zwischen Wanderern und Bikern. Letztere kämpfen seit Jahren für den Ausbau der Mountainbike-Infrastruktur.

Regierungsrat nimmt Vorstoss entgegen

Nun kommt Bewegung in die Angelegenheit. Der Kantonsrat hat am Montag eine Motion in ein Postulat umgewandelt und dieses dann überwiesen. Durch die Umwandlung in ein Postulat haben alle Parteien den Vorstoss unterstützt.

Der Regierungsrat wird aufgefordert, eine planungsrechtliche Grundlage für die Mountainbike-Infrastruktur auszuarbeiten. Diese soll helfen, Konflikte mit anderen Erholungsuchenden, die auf den gleichen Wegen unterwegs sind, auf ein Minimum zu beschränken. Ausserdem ist das Ziel, so die Natur und das Wild zu schonen.

Bikende im Oberland begrüssen Entscheid

Der Präsident des Vereins Zürioberland Biketrails, Thomas Suter, freut sich, dass es vorwärtsgeht. «Um dem Bedürfnis der Mountainbikenden gerecht zu werden, braucht es eine kommunizierte Koexistenz auf dem bestehenden Wegnetz sowie die Förderung attraktiver Mountainbike-Infrastrukturen in Gebieten mit einem hohen Nutzerdruck», betont er.

Damit die gewünschte Entflechtung erreicht werden kann, braucht es aus seiner Sicht ein kantonales Mountainbike-Konzept, wie es das Postulat fordert. «Für eine erfolgreiche Umsetzung bedarf es dabei zwingend einer engen Mitarbeit der Interessenvertretungen der Mountainbikenden.»

Der Regierungsrat hat nun zwei Jahre Zeit, einen Bericht zu erstellen und diesen dem Kantonsrat vorzulegen.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.