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10 Prozent weniger Stände

Der Chlausmärt Dübendorf schrumpft – jetzt will das OK Gegensteuer geben

Der Chlausmärt am Samstag in Dübendorf hatte zwar reichlich Besucher, doch die Reihen mit den Marktständen waren merklich ausgedünnt. Frage an Roger Gallati, Co-Präsident des OKs: Wie weiter?

Roger Gallati hat sich über den grossen Besucheraufmarsch am diesjährigen Chlausmärt gefreut.

Fotos: Thomas Bacher/Christian Merz

Der Chlausmärt Dübendorf schrumpft – jetzt will das OK Gegensteuer geben

Der Chlausmärt am Samstag in Dübendorf hatte zwar reichlich Besucher, doch die Reihen mit den Marktständen waren merklich ausgedünnt. Frage an Roger Gallati, den Co-Präsidenten des Organisationskomitees: Wie weiter?

Herr Gallati, es fiel auf, dass es am Chlausmärt weniger Marktstände gab als letztes Jahr. Ein Grund zur Sorge?

Roger Gallati: Letztes Jahr waren es rund 100 Stände, dieses Jahr nun noch zirka 90. Das kann durchaus auch wieder in die andere Richtung gehen. Insgesamt haben wir in Dübendorf immer noch einen grossen und sehr schönen Chlausmärt, der am letzten Samstag zudem sehr gut besucht war.

Was sind die Gründe für den Rückgang?

Schwer zu sagen, es ist eine Entwicklung, die man auch von anderen Märkten hört, wenn man mit Veranstaltern spricht. Die Konkurrenz ist sicherlich ein Punkt, das Angebot an Weihnachtsmärkten in der Umgebung ist gross.

Wie könnte man wieder mehr Standbetreiber an den Chlausmärt holen?

Eine Möglichkeit wäre sicher, die Ausschreibung für die Marktstände breiter zu streuen. Also Vereine und das Kleingewerbe – zum Beispiel lokale Hersteller von Kunsthandwerk oder Backwaren – gezielt anzuschreiben. Es gibt auch die Idee, den lokalen Anbietern bei der Standmiete entgegenzukommen.

Ja, es lohnt sich, aber der Aufwand ist schon gewaltig.

Ein Normmarktstand der Stadt kostet mit Lichterkette und Tannenreisig-Deko 70 Franken, so viel ist das ja nicht.

Wenn jemand nur kleine Mengen absetzt, dann bleibt nach Abzug der Standmiete halt womöglich nicht mehr viel übrig. Umgekehrt spricht es sich rum, wenn man am Chlausmärt auch etwas verdienen kann. Ein Markt lebt vom Angebot, je lokaler das ist, desto persönlicher wird es und zieht das lokale Publikum an. Wir haben bei den Marktbetreibern schon jetzt einen starken Dübendorf-Bezug. Wenn wir das hiesige Kleingewerbe noch mehr einbinden können, gewinnen am Schluss alle.

Der Aufwand für den Chlausmärt ist gross – und wird in Anbetracht der immer strengeren Auflagen nicht weniger. Lohnt sich das überhaupt noch für sechs Stunden?

Ja, es lohnt sich, aber der Aufwand ist schon gewaltig. Wir müssen die ganze Infrastruktur mit Marktständen und Strom bereitstellen – und wieder abbauen. Auch benötigen wir ein Sicherheitskonzept, es gibt Strassensperrungen, der öffentliche Verkehr muss umgeleitet werden. Ohne grosszügige Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt, den Sicherheitskräften und der stadtnahen Glattwerk AG wäre das nicht zu schaffen.

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