Container für Flüchtlinge nur zu einem Viertel besetzt
In der neuen Containersiedlung in Fällanden leben seit Kurzem Flüchtlinge. Die Auslastung ist derzeit gering, was sich laut der Gemeinde aber jederzeit ändern könnte.
Die Containeranlage für Flüchtlinge neben der Ara Bachwis in Fällanden ist seit Ende Oktober in Betrieb. Ausgelegt ist die Unterkunft für insgesamt 64 Personen. Aktuell sind 16 Männer untergebracht, wie Gemeindeschreiberin Leta Bezzola auf Anfrage schreibt. Diese stammten aus Afghanistan oder der Ukraine. Die Unterkunft sei primär für alleinstehende Männer gedacht.
Familien werden gemäss Bezzola derzeit in angemieteten Wohnungen untergebracht, die als Zwischennutzung dienen. Darunter auch Wohnraum, der sich im Besitz der Gemeinde befindet.
Wurde also mit dem rund 2 Millionen Franken teuren Bau Platz auf Vorrat geschaffen? «Wir erfahren in den letzten Monaten eine sehr dynamische Zuweisung von geflüchteten Personen durch den Kanton», sagt Bezzola. Entsprechend könne sich die Belegung laufend verändern.

Die erwähnten Schwankungen bewegen sich innerhalb der Flüchtlingsquote von 1,6 Prozent, die der Kanton den Gemeinden auferlegt hat. Diese richtet sich nach den Einwohnern, was für Fällanden eine maximale Unterbringung von rund 154 Personen zur Folge hat.
Die bisherigen Erfahrungen in der Containerunterkunft seien positiv und die Zusammenarbeit mit den Schutzsuchenden gut, sagt Bezzola. Die Gemeinde setze einen Wohncoach ein, um die Flüchtlinge zu betreuen. Dieser habe sich bewährt: «Er ist regelmässig vor Ort und unterstützt die Bewohner bei alltäglichen Anliegen und Fragen des Zusammenlebens.»
