Die Lichter gehen wieder an – Rütis Räbeliechtliumzug gibt ein Comeback
Im letzten Jahr musste ein Sternenmarsch die Lücke füllen, weil das OK vom grossen Räbeliechtliumzug in Rüti keine Mitglieder fand. Nur zwölf Monate später ist das Engagement wieder gross.
Gross und Klein, Jung und Alt – alle strömten sie jeweils im November zum Räbeliechtliumzug in Rüti. Bis zu 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren es an der Zahl. Und dann musste das Organisationskomitee (OK) im Sommer 2024 plötzlich bekannt geben, dass sich keine Freiwilligen für die Durchführung des Anlasses mehr finden liessen – ein Drama für so manches Kind in und um die Gemeinden von Rüti herum. Plötzlich ohne das Schnitzen einer Räbe und das warme Kerzenlicht den November durchstehen? Praktisch undenkbar. Für den Vereinsvorstand war klar, dass die Tradition irgendwie überleben muss.
Die Tradition des Räbeliechtliumzugs reicht bis ins Mittelalter zurück, als Räben die gleiche Stellung in der Grundernährung einnahmen wie später die Kartoffeln. Um die Ernte der letzten Räben zu feiern, wurden aus ihnen Laternen geschnitzt, die Kinder durchs Dorf trugen.
Kurzum wurde im Herbst ein Sternenmarsch organisiert, damit die Kinder in Rüti immerhin nicht ganz auf ihre erhellten Räben verzichten mussten. Schon damals war die Hoffnung gross, dass man in Zukunft wieder genügend Engagierte finden würde.

