Eintauchen in die Zauberwelt: Wila widmet der «Gfätti» eine Schau
Vor 90 Jahren öffnete der erste Kindergarten in Wila seine Tore. Das Ortsmuseum widmet dem Thema Kindergarten eine Ausstellung, die zum «gfätterle» animiert.
«Hier ist Spielen erlaubt», steht in einer Ecke des Ortsmuseums Wila. Das Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert lockt mit einer kunterbunten Sonderausstellung unter dem Titel «Von der Gfätti zum Kindergarten» Gross und Klein zum Staunen, Entdecken und «Gfätterle» ein.
Der Kindergarten hiess früher «Gfätterlischuel», abgekürzt «Gfätti». Die Lehrperson hiess «Gfätti-Tante», letzteres wegen der Erziehungsrolle und der quasi-familiären Beziehung zu den Schützlingen.
Nach dem Deutschen Wörterbruch der Gebrüder Grimm bedeutet der Begriff «Gfätterle» eine «Nachahmung des Gebarens des Vaters» - also «Kinderspiele treiben».
(Quelle: Wolfgang Wahl)
Als Kurator betreut der Historiker und Germanist die Sonderschauen des Wilemer Museums. Der Erfolg der ansprechenden und öffentlichkeitswirksamen Präsentation beruht auf der eingespielten Teamarbeit der Kommission.

