Fliegende Klassenzimmer über der Empa
In Dübendorf auf dem Empa-Areal liefern Lastwagen halbe Klassenzimmer an, die mit dem Kran zusammengesetzt werden. Was es braucht, bis aus den Lego-artigen Bausteinen ein Kantonsschule-Provisorium entsteht.
Um der stetig wachsenden Zahl an Mittelschülern aus Dübendorf und Umgebung gerecht zu werden, muss der Kanton eine neue Kantonsschule bauen. Und das muss schnell gehen, denn die Zeit drängt. Also werden auf dem Areal der Empa in Dübendorf seit dem Frühling drei provisorische Gebäude gebaut. Ab Sommer 2026 werden sie 650 Schülern Platz bieten.
Von Bauen kann aber eigentlich nicht die Rede sein. Vielmehr erinnert die Baustelle an der Chriesbachstrasse an Lego-Spielzeuge. Denn die Schule wird aus rund 250 jeweils containergrossen Modulen zusammengesteckt.
Bauklötzchen in Gross
Mit Schwerlasttransportern werden seit Montag täglich 18 Module angeliefert und mit einem hochhaushohen Kran aufeinandergestapelt, um die beiden Schulgebäude zu errichten. Die Turnhalle ist bereits fertig. Montageleiter Florian Koller erklärt: «Die Module aus Holz werden schon im Werk zu 80 Prozent fertiggestellt. Vor Ort müssen nur noch die elektrischen Installationen verkabelt und die Leitungen für die sanitären Anlagen angeschlossen werden.»

Geliefert werden die Klassenzimmer-Bauteile gestrichen, mit montierten Fenstern, Heizung, Küche, WCs, Beleuchtung, Treppe oder Regalelementen. Der Kran hebt die sieben bis zwölf Tonnen schweren Module dann auf vorgefertigte «Dornen», also dicke, im Boden verankerte Metallspiesse. Anschliessend werden die Module mit dicken Drahtseilen befestigt. Koller: «Diese braucht es, um die Erdbebensicherheit zu gewährleisten.»