Vom Geflüchteten zum Lehrling: Eine Dürntner Gärtnerei zeigt, wie es geht
In der Schweiz mangelt es vielen Unternehmen an Lehrlingen. Gleichzeitig wollen viele Geflüchtete arbeiten. Ein Projekt baut die Brücke zwischen ihnen – so auch in der Gärtnerei Meier in Dürnten.
Alisa ist 25 Jahre alt. Sie ist in der Ukraine aufgewachsen und vor rund anderthalb Jahren in die Schweiz geflüchtet. «Ich möchte gerne arbeiten», erzählt sie. Denn anderen auf der Tasche zu liegen, das passt ihr nicht. Ausserdem will sie ihre Möglichkeiten nutzen, sich eine Zukunft in der Schweiz aufzubauen. Der beste Weg dahin: eine Lehre.
Mit diesem Wunsch ist Alisa nicht allein. Zwölf Geflüchtete aus allerlei Ländern sind an diesem Montagmorgen bei der Gärtnerei Meier in Tann zu Besuch. Das Ziel: den Beruf des Gärtners kennenzulernen.
«Wir finden zwar nach wie vor viele motivierte junge Menschen für die Lehrausbildung in den Gärtnereiberufen», erklärt Erwin Meier-Honegger, Geschäftsführer der Gärtnerei Meier. «Zeitgleich kommen aber auch immer mehr junge Geflüchtete in die Schweiz, die gewillt sind, sich hier zu integrieren und zu arbeiten.»
