Die vielleicht grössten Kürbisse von Dübendorf
Einfach aus Freude am Gärtnern zieht Hannes Müller riesige Kürbisse auf dem Familiengartenareal Zelgli. Warum er mit ihnen spricht – sie aber nicht an Wettbewerben anmeldet.
«Ich mag es, den Kürbissen beim Wachsen zuzusehen», sagt Hannes Müller. Der 70-jährige Pensionär steht auf einer seiner zwei Parzellen im Areal Zelgli vom Verein für Familiengärten neben einem orangen Riesen. So gross wie ein Autoreifen und so schwer wie ein Mensch sind seine Kürbisse der Sorte Atlantic Giant.
An Wettbewerbe geht Müller damit nicht. «Damit die Kürbisse eine Chance hätten, müsste ich sie im Frühjahr im Gewächshaus mit sehr viel Kompost heranziehen, pro Pflanze nur eine Frucht wachsen lassen und sie auf eine Palette stellen.» Diese Mühe mache er sich aber nicht. «Ich lasse es einfach wachsen.»
Am Anfang steht das Grünzeug, am Ende die Suppe
Das heisst aber nicht, dass er sich für seine Kürbisse keine Mühe geben würde, die verteilt in seinem fröhlich wuchernden Garten zwischen Tomatengewächsen, Lauchstängeln und Apfelbäumen liegen. «Kürbisse zieht man nicht einfach so. Der Boden muss das ganze Jahr durch bearbeitet und gefüttert werden», erklärt der diplomierte Gärtner.
Dafür streut er zum Beispiel Hornspäne oder kompostiert geschnittenes Grünzeug. «Das gibt wichtige Nährstoffe in den Boden ab, verwertet Ressourcen und fördert die Artenvielfalt.» Herausgeputzte Gärten möge er nicht.
Damit nicht genug: «Einige Gärtner reden ihren Pflanzen gut zu, weil sie glauben, dass sie so besser wachsen. Ich gehe noch einen Schritt weiter und denke auch nur positive Gedanken, wenn ich in meinem Garten bin.» Das passiere aber sowieso von selbst.
Seien die Kürbisse ausgewachsen, also etwa Ende September, würden sie zwischen 50 und 70 Kilogramm wiegen, schätzt Müller. Dann lässt er sie entweder als Bodennährstoff vermodern oder verschenkt sie an seine Nachbarn. Sie kochen Suppe daraus. Er sagt: «Ob die Kürbisse gut schmecken, weiss ich nicht – ich esse Kürbisse nicht besonders gerne. Aber meine Nachbarn haben sich noch nie beschwert.»