DVZO lädt zur Zeitreise zum Töss-Hochwasser von 1876
Der Dampfbahn-Verein Zürcher Oberland hat im Rahmen des Projekts «Depotareal 2020» einen Güterwagen zum audiovisuellen Erlebnis umgebaut. Im Fokus steht das Jahrhunderthochwasser der Töss von 1876.
Wir schreiben den 23. Juni 1876. Ein heftiges Gewitter zieht an diesem Samstagnachmittag übers Tösstal, der Regen giesst in Strömen, die ganze Nacht hindurch und auch noch am Folgetag. Die Töss schwillt an und tritt schliesslich über ihre Ufer.
Als braune Masse wälzt sie sich durchs Tal, beladen mit Bäumen, Steinen, Hausdächern und Vieh. Sie füllt Keller, Gärten und Strassen mit Wasser, Schlamm und Sand. Was bleibt, ist ein Bild der Verwüstung.

Besagtes Hochwasser war eines der verheerendsten seit Menschengedenken. Es hatte zur Folge, dass die Menschen aus dem Tal die Töss zähmen wollten. Sie nahmen – meist mit Handarbeit – aufwändige Korrekturen vor, begradigten und verbauten den Fluss Stück für Stück.

