Maur hat sein Graffitikonzept verabschiedet
Der Maurmer Gemeinderat hat ein umfassendes Graffitikonzept verabschiedet, das bereits in Kraft ist. Ziel ist es, die wiederkehrenden Schmierereien und Tags im öffentlichen Raum zu beseitigen und gleichzeitig präventiv zu wirken.
Es ist sogar ein Legislaturziel: Der Gemeinderat Maur sagt Graffitis und Schmierereien im öffentlichen Raum und an privaten Liegenschaften mit einem Konzept den Kampf an. Es ist am 1. September offiziell in Kraft getreten.
Das Konzept regelt die Verantwortlichkeiten bei der Reinigung, sieht eine finanzielle Unterstützung für betroffene private Eigentümerinnen und Eigentümer vor und setzt verstärkt auf Präventionsarbeit. Private Liegenschaftsbesitzer, deren Fassaden vom öffentlichen Grund sichtbar sind, können künftig bis zu 500 Franken pro Jahr an Unterstützung beantragen, wenn sie die Schmierereien fachgerecht entfernen lassen.
Prävention und digitales Meldesystem
Neben konsequenten Massnahmen setzt man in Maur auch auf eine starke Prävention: Die Offene Kinder- und Jugendarbeit bietet auf dem Areal des Jugend- und Freizeithauses legale Flächen für kreatives Sprayen sowie Workshops an. In diesen lernen Jugendliche, Kunst von Vandalismus zu unterscheiden. Zudem wird das Thema in enger Zusammenarbeit mit der Schule und der Kantonspolizei aufgegriffen.
Parallel dazu wird auf der Website der Gemeinde ein neuer digitaler Gemeindemelder eingeführt. Damit können Mängel und Beobachtungen im öffentlichen Raum – beispielsweise Schmierereien – von der Einwohnerschaft künftig direkt und unkompliziert gemeldet werden.
Mit der schnellen Umsetzung des Konzepts löse der Gemeinderat nicht nur das Versprechen ein, entschlossen gegen Graffitis vorzugehen, sondern erfülle auch ein Ziel der noch laufenden Legislaturperiode. Ressortvorsteher Thomas Hügli (GLP) hält fest: «Die Bevölkerung hat uns signalisiert, dass sie sich von den Schmierereien gestört fühlt.»
Mit dem Graffitikonzept schaffe Maur nun klare Regeln, unterstütze Betroffene und investiere gleichzeitig in die Prävention. «So wollen wir das Problem konsequent und langfristig angehen.»
