Nicht mehr en vogue – das Indian Land Museum in Gossau schliesst
Das Indian Land Museum würdigt die Geschichte der Ureinwohner von Nord- und Mittelamerika. Inzwischen scheint das Interesse am Museum und an Indianern überhaupt so geschwunden, dass die einst beliebte Kulturstätte schliessen muss.
Bei diesem Gebäude im Zentrum von Gossau deutet von aussen nichts auf die längst vergangene Epoche hin. Dabei wird hier auf der Etage oberhalb der Migros-Filiale seit rund drei Jahrzehnten die indianische Kultur auf visuelle Art konserviert.
Einst von nordamerikanischen Indigenen getragene Mokassins aus dem Jahr 1820, originale Winchester-Gewehre, die in Schlachten verwendet wurden, prächtiger Federschmuck, farbenfrohe Tragtaschen, ein Kindertipi und noch heute einsatzbereite Friedenspfeifen oder Kanus. Das Indian Land Museum in Gossau ist das wohl grösste Indianermuseum der Schweiz, und doch muss es per Ende Jahr schliessen.
Vincent Escriba, den leidenschaftlichen Sammler und Gründer des Museums, trifft das Ende seiner selbst erschaffenen Welt nach 30 intensiven Jahren ziemlich schwer. Der 67-Jährige meint, dass sowohl für ihn und sein Museum als auch für die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner (nochmals) eine Ära endet.
