In Effretikon lässt sich Spitzenschach hautnah erleben
Entscheidung in der Meisterschaft
Am Wochenende spielen die zehn besten Schachclubs der Nationalliga A um den Meistertitel. Die Partien können im Bruggwiesen in Effretikon und online verfolgt werden.
«Schachmatt!» Im Effretiker Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen wird dieser Ausruf am Wochenende vom 27. und 28. September noch öfter zu hören sein. Dann treffen sich die zehn besten Schachclubs der Schweiz mit ihren Mannschaften zu den beiden letzten Runden der Nationalliga A. In insgesamt 80 sechs- bis siebenstündigen Wettkämpfen an je acht Brettern werden sie den Schweizer Mannschaftsmeister ermitteln.
Ganz vorn mit von der Partie ist auch die Schachgesellschaft Winterthur. Die letztjährige Sechste liegt aktuell zwei Punkte hinter der Titelverteidigerin, der Schachgesellschaft Riehen. Die beiden Mannschaften trafen bereits in der dritten Runde aufeinander, wobei Riehen mit 5:3 die Oberhand behielt. Die Basler haben die letzten 25 Matchs allesamt gewonnen und in den bisherigen sieben Runden nur gerade neun Spieler eingesetzt.
Am 27. September trifft Riehen auf den auf Rang 4 liegenden Vorjahresdritten Réti und tags darauf auf den aktuellen Vizemeister Genf (6.). Die Winterthurer, die den Meistertitel zuletzt 2017 geholt und bisher 14 Spielerinnen und Spieler eingesetzt haben, bekommen es in Effretikon mit Wollishofen (8.) und Luzern (5.) zu tun.
Winterthur hofft auf «Ausrutscher»
Und wie sehen die beiden potenziellen Meister-Captains die Ausgangslage? Riehens Captain Peter Erismann lässt sich in der Vorschau des Schweizerischen Schachbundes auf die Doppelschlussrunde kurz und knapp zitieren: «Wir wollen den Meistertitel verteidigen – auch wenn uns gegen Zürich und Genf noch zwei schwierige Wettkämpfe bevorstehen.»
Roman Freuler von der Schachgesellschaft Winterthur wiederum hat allen Grund, mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden zu sein: «Insbesondere die Siege gegen Genf, Réti und die Schachgesellschaft Zürich waren ausgezeichnete Resultate, die so nicht erwartet werden konnten.»
An der Schlussrunde geht es für den Winterthurer Captain darum, «die nötigen Punkte zu holen, um Zweiter zu bleiben», wie er sagt. «Doch wir wollen bereit sein, um von allfälligen Ausrutschern Riehens profitieren zu können. Denn manchmal kann der Schachsport verrücktspielen.»
Die total 80 Partien können am Samstag, 27. September, ab 13 Uhr und am Sonntag, 28. September, ab 11 Uhr auf der Schachplattform Lichess.org live verfolgt werden. Wer die Schachspielenden lieber vor Ort erleben will, kann dies im Alters- und Pflegezentrum Bruggwiesen, Märtplatz 19, Effretikon, tun. Der Eintritt ist gratis.