Von Busse, Be(e)ten und Biberfladen
Festtagsartikel von Pfarrer Volker Schnitzler, reformierte Kirche Sitzberg
Es gibt Feiertage, die jeder kennt: Weihnachten, Ostern, 1. August. Und dann gibt es den Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag – kurz DBB. Ein Tag, der klingt, als hätte ihn ein Komitee aus Pfarrern, Landwirten und Sprachakrobaten bei einer Tasse Zwetschgen Luz erfunden.
Der DBB ist so schweizerisch wie früher ein Sack voller Münz für den Parkautomaten: Er vereint Dankbarkeit, Selbstreflexion und ein bisschen frommes Innehalten – und das alles am dritten Sonntag im September. Ursprünglich eingeführt, um die Eidgenossen gemeinsam zum Gebet zu rufen, ist er heute ein Feiertag, an dem man im Zürcher Oberland zwischen Kirchenglocken, Kürbissuppe und Kuhglocken pendelt.
Zürcher Oberland: Wo der DBB noch Handarbeit ist
Während in der Stadt Zürich der Bettag oftmals eher ein Brunch im hippen Café ist, läuft das hier oben etwas anders. In den Dörfern zwischen Bauma, Turbenthal und dem Tösstal ist der Tag noch ein Gemeinschaftsprojekt.

