Schlawiner im Verkehr: Billikon fordert Massnahmen
Immer wieder versuchen Automobilisten die Autobahn zu umgehen und fahren unter anderem durch Billikon. Vom Fehlverhalten hat das Dorf genug.
Ein Dorf in Illnau-Effretikon hat genug. Bewohnerinnen und Bewohner des Weilers Billikon haben beim Stadtrat am Montagabend eine Petition eingereicht. Sie fordern Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und eine sicherere Bushaltestelle.
Laut Petition missachten viele Autofahrer – insbesondere Pendler im Schleichverkehr – das Tempolimit an den Dorfeinfahrten und im Ortskern. Dies führe zu Gefahren für Fussgänger und Kinder sowie zu erheblicher Lärmbelastung.
Zudem sei die Bushaltestelle in Billikon unübersichtlich und für wartende sowie einsteigende Passagiere riskant, da diese auf der Fahrbahnseite zusteigen müssten. Besonders betroffen seien Schulkinder, die regelmässig den Bus 655 benutzten.
Offen für Vorschläge
53 Personen haben die Petition unterschrieben. «Die Petition wurde fast ausnahmslos von allen Einwohnern des Dorfs mitgetragen und unterzeichnet», sagt Edith Brüngger-Bosshard, Mitinitiantin der Petition. Damit fordert das Dorf zwar Massnahmen, doch konkrete Vorschläge gibt es keine. Bewusst. Denn es handelt sich bei der betroffenen Kyburgstrasse um eine Kantonsstrasse.
«Wir sind ausserstande, dem Kanton konkrete Lösungsvorschläge zu machen, doch wir wollen auf das bestehende Sicherheits- und Lärmproblem aufmerksam machen», sagt Brüngger-Bosshard. «Wir wollen uns endlich Gehör verschaffen.»
Die Unterzeichnenden sind daher offen für jegliche Vorschläge. «Das kann eine Verschiebung der Bushaltestelle oder können Verengungen bei den Dorfeinfahrten sein, um die Autofahrer abzubremsen», sagt Brüngger-Bosshard. Es sei jedoch an der Zeit, das Sicherheitsproblem anzugehen. «Wir sind einfach froh, wenn wir gehört werden.»
Nicht in der Kompetenz des Stadtrats
Deshalb überreichte eine Gruppe von Billikons Einwohnerinnen und Einwohnern am Montagabend die Petition dem Stadtrat in Effretikon. Dieser soll nun nach seinem Ermessen mit dem Kanton verhandeln. Allzu viel Spielraum hat der Stadtrat in Illnau-Effretikon jedoch nicht. «Die Stadt kann keinerlei Massnahmen in eigener Kompetenz verfügen und muss entsprechende Anliegen bei den entsprechenden Stellen beim Kanton Zürich beantragen», heisst es auf Anfrage.
Der Stadtrat wird an seiner nächsten Sitzung vom 18. September offiziell das Petitionsanliegen zur Kenntnis nehmen und die stadtinternen Zuständigkeiten benennen. Eine inhaltliche Prüfung und eine Bearbeitung erfolgten erst danach. Zum jetzigen Zeitpunkt könne man noch keine Aussagen zu möglichen Lösungen machen, das Anliegen der Billikerinnen und Billiker sei aber bei der Petitionsübergabe klar zum Ausdruck gebracht worden.
