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Gegen Gewalt und Vandalismus: Wie viel Zivilcourage steckt in Ihnen?

Laut, gewalttätig, übergriffig. Momente, in denen Zivilcourage gefordert wäre, kommen ständig vor. Meist greift aber niemand ein. Höchste Zeit also, um sein Verhalten in solch schwierigen Situationen zu üben.

Vor Ihren Augen beschmiert ein Mann eine Sitzbank. Was also tun – eingreifen oder wegschauen? (Symbolbild)

Foto: PD

Gegen Gewalt und Vandalismus: Wie viel Zivilcourage steckt in Ihnen?

Laut, gewalttätig, übergriffig. Momente, in denen Zivilcourage gefordert wäre, kommen ständig vor. Meist greift aber niemand ein. Höchste Zeit also, um sein Verhalten in solch schwierigen Situationen zu üben.

Stellen Sie sich folgende Situation vor: Sie fahren spätabends mit dem Zug nach Hause. Am Bahnhof angekommen, öffnen sich langsam die Türen, Sie treten in Gedanken versunken ins Freie. Und plötzlich hallt es durch den Bahnhof: «Päng!» Sie zucken kurz zusammen und spüren, wie sich jeder Muskel des Körpers unmittelbar anspannt.

Nach kurzer Zeit machen Sie den Ursprung des Knalls aus: Eine Gruppe von Jugendlichen tritt gegen einen Getränkeautomaten. Und anscheinend haben die ihren Spass daran – zumindest gehen Sie aufgrund der Lacher und übermotivierten Schreie davon aus.

Ihnen schiesst plötzlich der Gedanke durch den Kopf: «Das isch ja e richtigi Frächheit.» Aber fassen Sie auch den Mut, die Gruppe aufzufordern, ihr Vorhaben zu unterlassen? «Eigentlich müesst mer dene scho mal sägä, dass das nöd in Ordnig isch», blitzt der nächste Gedanke auf. Aber so einfach ist die Entscheidung nicht. Einerseits wollen Sie nicht untätig bleiben, andererseits wollen Sie sich auch nicht in Gefahr bringen. Wie also reagieren Sie in dieser Situation?

Rüti macht es vor

Die Szenen im Alltag sind vielseitig: Sei es Gewalt, Vandalismus, eine Anmache oder diskriminierendes Verhalten. Momente, in denen Zivilcourage durchaus wünschenswert wäre, gibt es zur Genüge. Ebenso breit sind die Möglichkeiten, wie man sich in solchen Situationen verhalten kann. Wegschauen, sich einmischen, tolerieren, die Polizei rufen oder anderweitig Hilfe holen.

Die Gemeinde Rüti bietet deshalb am 4. September von 18.30 bis 20.30 Uhr und am 27. September von 14 bis 16 Uhr einen «Statt Gewalt»-Rundgang an. Die Teilnehmenden erleben dabei mehrere Szenen von Gewalt sowie Vandalismus und können so das eigene Verhalten testen. Ziel ist es, von einer passiven Rolle wegzukommen, hin zur Zivilcourage.

Der Rundgang ist kostenlos, jedoch ist die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschränkt. Weitere Informationen unter www.rueti.ch oder www.stattgewalt.ch.

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