Uster prüft die Zusammenlegung von zwei Heimen
Planung zurückgeschraubt
Der Stadtrat Uster überdenkt die Immobilienstrategie der Heime. Hohe Investitionskosten an Pflegeinstitutionen machten eine erneute Prüfung notwendig.
Die Heime in Uster stehen vor einer strategischen Neuausrichtung. Eine Machbarkeitsstudie soll klären, ob die beiden Standorte Dietenrain und Im Grund weitergeführt oder an einem der beiden Standorte zusammengelegt werden sollen. Dies gibt die Stadt Uster in einer Medienmitteilung bekannt.
Gleichzeitig wird geprüft, wie sich die Pflegeeinrichtung Dietenrain künftig ertragsbringend nutzen liesse. Beide Standorte sind etwas in die Jahre gekommen und müssten saniert werden.
Schon vor zwei Jahren hatte der Stadtrat eine Überprüfung der beiden Immobilien eingeleitet, die Liegenschaften Im Grund und Dietenrain wurden untersucht. Eine mögliche Zusammenlegung hatte er aber wieder verworfen. Der Stadtrat hatte damals entschieden, dass sich die Heime Uster auch künftig auf zwei Standorte fokussieren sollen.
Weil die Kosten für die dafür notwendigen Sanierungen und Erweiterungen den städtischen Finanzhaushalt nun doch zu stark belasten, zieht die Stadt die ursprünglich verworfene Zusammenlegung der beiden Heime am Standort Im Grund jetzt wieder in Betracht.
Mittels Machbarkeitsstudie soll nun evaluiert werden, welche der beiden Standortvarianten das bessere Kosten-Nutzen-Verhältnis ausweist.
Wie macht man ein Heim «rentabler»?
Neben den Standortfragen denkt der Stadtrat auch über eine Ausgliederung der Heime aus der öffentlichen Verwaltung nach, um mehr unternehmerischen Spielraum zu schaffen und besser auf Marktveränderungen reagieren zu können.
Eine Ausgliederung sollte den Heimen mehr unternehmerischen Spielraum und eine grössere Agilität ermöglichen. Auch in einer neuen Organisationsform müsse die Stadt aber über Steuerungsmöglichkeiten verfügen. Diese sollte zudem einen gemeinnützigen Zweck verfolgen und den Mitarbeitenden weiterhin attraktive Arbeitsbedingungen bieten können.
Bis Sommer 2026 sollen die Entscheidungsgrundlagen vorliegen. Mit einer Umsetzung wird frühestens ab 2029 gerechnet. Ziel bleibe eine nachhaltige und finanzierbare Altersversorgung für die Bevölkerung von Uster. (eru)

