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Das Tösstal im Bild – Teil 6

Lebensrettende Säulen in Bauma, geheimnisvolle Wetterstationen und bedrohliche Drohnen

Mit der diesjährigen Foto-Sommerserie «Frage, wo du stehst» möchten wir Sie dazu animieren, Ihre Umgebung etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

In unserer Sommerserie lohnt ein genauer Blick, um spezielle Details aufzuschnappen.

Foto: André Gutzwiller

Lebensrettende Säulen in Bauma, geheimnisvolle Wetterstationen und bedrohliche Drohnen

Mit der diesjährigen Foto-Sommerserie «Frage, wo du stehst» möchten wir Sie dazu animieren, Ihre Umgebung etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Die Idee dahinter hat etwas mit Geschichtsforschung zu tun.

AED bedeutet Automatischer Externer Defibrillator. Damit ist ein ähnliches Gerät gemeint wie das, mit dem in den Notarztserien im Operationssaal der Herzschlag der Patienten mobilisiert wird. Im Ernstfall wird der AED genau für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. Dabei fällt die automatische Funktion besonders ins Gewicht.

In einer Notsituation, in der ein Mensch nicht mehr bei Bewusstsein ist, ist es in jedem Fall ratsam, den AED zu benutzen. Nach dem Öffnen der Box auf der grünen Säule wird der AED aktiviert und führt den Ersthelfer mit klaren akustischen und visuellen Anweisungen durch die Benutzung. Sind die Elektroden erst einmal richtig auf dem Brustkorb platziert, überprüft der AED automatisch den Herzrhythmus des Patienten und entscheidet, ob eine Schockabgabe notwendig ist.

Die Herzmassage und die künstliche Beatmung müssen weitergeführt werden, bis der Patient wieder bei Bewusstsein oder die Sanität eingetroffen ist.

Sommerserie Bauma
Diese grüne Säule enthält ein lebensrettendes Gerät.

Bei einem Unfall ist es ratsam, den Defibrillator auf jeden Fall zu aktivieren. Auf dem Gemeindegebiet von Bauma gibt es momentan zwölf öffentlich zugängliche AED-Geräte. Grosse Firmen stellen ihre eigenen Geräte bereit, so etwa die Schindler & Scheibling AG oder die Natürli Zürioberland AG. In Dillhaus gibt es die Eigentümergemeinschaft Nörgelbach, die einen AED auf privater Basis betreibt.

Die Gemeinde unterstützt seit diesem Jahr Dritte bei der Anschaffung von AED-Geräten finanziell, wenn diese Lücken im Netzwerk füllen und rund um die Uhr öffentlich zugänglich sind. Alle Standorte in der ganzen Schweiz finden sich online unter defikarte.ch.

Es ist also sinnvoll, den AED lieber einmal zu viel aus der Box zu nehmen, als ihn aus Angst nicht zu benutzen. Wer allerdings solche Geräte mutwillig entwendet, macht sich des Diebstahls beziehungsweise der Sachbeschädigung schuldig und lernt die Polizei persönlich kennen.

Übrigens wird bei der Entnahme aus der Box die Sanität nicht automatisch alarmiert, darum der Hinweis, zuerst die Nummer 144 zu wählen.

«Frage, wo du stehst» – das haben unsere Leser entdeckt

Man sieht eine Strassenwetterstation und den dazugehörigen QR-Code.
Was hat es mit dieser Wetterstation am Strassenrand auf sich?

Ganz im Sinne von «Suchen Sie nicht zu weit, gehen Sie einfach vor Ihre Haustür …» bin ich nicht nur vor die Haustür getreten, sondern mit dem Velo Richtung Schalchen gefahren und habe eine Art Installation gesehen, die mich fast ein wenig an den Passivsammler erinnert.

Fast könnte man meinen, dass das kantonale Strasseninspektorat «Frage, wo du stehst» kennt, findet sich doch an der Installation eine kleine Tafel mit der Information, um was es sich handelt. Die Website, die sich mit dem QR-Code öffnen lässt, gibt leider nicht genauere Auskunft über die Wetterstation. Sicher ist es möglich, auch noch zu diesen Informationen zu kommen. (Christoph Pohl, Wila)

Man sieht eine Kampfdrohne auf einem Firmendach.
Warum thront auf dem Dach von PM Robotics eine Kampfdrohne?

Gefragt sind Gegebenheiten aus dem Alltag – augenfällig, aber unklar. Da frage ich doch gerne nach der Kampfdrohne, die seit einiger Zeit beim Schwanen in Turbenthal als Firmenaushang thront. Der Schwanen war schon immer etwas speziell. Vor über 60 Jahren haben wir Buben das Kino bestaunt, das hier betrieben wurde.

Seine guten Zeiten habe ich nicht bewusst erlebt. Seine letzten Jahre als Sexkino natürlich auch nicht. Der Kinoraum diente später als Lagerraum und etliche Jahre als Taekwondo-Trainingsraum. Und jetzt eben als Sitz der Firma PM Robotics. Laut deren Website werden im kürzlich umgebauten Gebäude direkt beim Bahnhof Turbenthal Drohnen entwickelt und gebaut.

Aber eben – das Modell auf dem Vordach verrät es: nicht diese niedlichen Drohnen mit Handykameras, sondern veritable Grossdrohnen, die für Polizei und Militär in den Einsatz gelangen. Angesichts der heutigen politischen Grosswetterlage eine etwas beklemmende Vorstellung.

Militärdrohnen aus Turbenthaler Fabrikation? Für wen und wozu? Was kann ein kleines KMU hier leisten? Ist Bundesrat Pfister auch schon aufgetaucht? Oder eher ausländische Kundschaft? Fragen, die ich gerne weiterleite. Ich bin gespannt. (Martin Kieser, Oberhofen)

Vielen Dank für Ihre Einsendungen. Wir versuchen, den Entdeckungen auf die Spur zu kommen. Die Antworten gibt es am nächsten Dienstag.

Ein grosses Dankeschön geht auch an Martin Widmer. Er hat 1991 das Projekt «Grabe, wo du stehst» auf den Rosenberg in Wila gebracht. Ein ganz besonderer Dank geht zudem an Christoph Pohl, der damals im Rosenberg aktiv dabei war und für unsere Sommerserie die Frage neu formuliert hat. Mit «Frage, wo du stehst» sind wir an der Oberfläche geblieben – das aber mit einem gewissen Tiefgang.

Es ist verblüffend, was es alles zu entdecken gibt. Behalten Sie das im Hinterkopf und fragen Sie sich auch in Zukunft öfter, wo Sie gerade stehen.

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