Gefahr für Blinde: Politiker aus Uster nimmt E-Trottis ins Visier
Lautloses Ärgernis
Wenn E-Trottinett-Fahrer verbotenerweise übers Trottoir rasen, wird es für Sehbehinderte brenzlig – das erlebt Gemeinderat Urs Lüscher (EVP) immer wieder.
Der Ustermer Gemeinderat Urs Lüscher (EVP) setzt sich seit Jahren für Menschen mit einer Behinderung ein. Früher war er Geschäftsführer einer Elektroinstallationsfirma, inzwischen ist er wegen einer Augenkrankheit fast blind.
Jetzt schlägt er Alarm wegen falsch parkierter E-Trottinetts und verantwortungsloser Menschen, die mit den E-Fahrzeugen verbotenerweise auf dem Trottoir fahren. Dies kann für ihn zur Gefahr werden – besonders, wenn ein solches Gefährt unerwartet von hinten kommt.
«Ich bin oft mit meinem Blindenführhund unterwegs. Wenn der erschrickt, kann er mich unkontrolliert mitziehen», erklärt Lüscher. Gerade für sehbehinderte Menschen könne es zum Problem werden, wenn E-Fahrzeug-Lenkerinnen und -Lenker auf den Trottoirs führen. Aber auch Seniorinnen und Senioren könnten erschrecken, wenn ein E-Trottinett von hinten heranrase.

