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Grosse Betroffenheit

«Es war ein Schock»: Beliebter Kletterbaum in Pfäffikon ist beschädigt

Ein besonderer Baum beim Seequai in Pfäffikon ist nicht mehr das, was er einst war. Zwei grosse Äste liegen zersägt am Boden, der Baum steht nur noch zur Hälfte.

Die Betroffenheit in Pfäffikon ist gross: Der bei Familien und Spaziergängern beliebte Baum am See wurde zersägt.

Foto: Simon Grässle

«Es war ein Schock»: Beliebter Kletterbaum in Pfäffikon ist beschädigt

Grosse Betroffenheit

Ein besonderer Baum beim Seequai in Pfäffikon ist nicht mehr das, was er einst war. Zwei grosse Äste liegen zersägt am Boden, der Baum steht nur noch zur Hälfte.

Am Seequai in Pfäffikon steht einer der wohl beliebtesten Bäume, eine Kaukasische Flügelnuss. Zu den unverkennbaren und mächtigen Ästen, welche bis vor wenigen Tagen noch in die Höhe ragten, haben die Menschen in der Region eine besondere Beziehung. Viele sind schon in ihrer Kindheit auf dem Kletterbaum herumgekraxelt.

Doch seit Montagabend hat sich das Ortsbild beim Spazierweg – direkt am Pfäffikersee – sichtlich verändert. Hinter einem Absperrband der Feuerwehr liegen zwei der Haupttriebe zersägt und auf dem Boden verteilt. «Es war ein Schock, als ich den Baum so gesehen habe», meint eine Passantin.

Dass die Flügelnuss jetzt nur noch in einem kleineren Blättergewand erstrahlt, macht die Bevölkerung betroffen. Am Mittwochnachmittag zeigen sich die Menschen vor Ort wehmütig. «Jedes Mal, wenn ich hier vorbeigekommen bin, blieb ich stehen und hielt inne», erzählt Sabine Rathe. Gut zwei- oder dreimal pro Woche unternimmt sie am See Spaziergänge. «Für mich waren das jeweils kleine Glücksmomente.»

Fanny Rathe (links im Bild) und Sabine Rathe (rechts).
Fanny (links) und Sabine Rathe begutachten, was noch vom Baum übrig blieb.

«Ich habe hier oft meine Zeit verbracht», sagt auch Osama Murad, der besonders die idyllischen Plätze rund um den Pfäffikersee schätzt.

Baumbruch am Pfäffikersee. Der Baum war bei Familien und Spaziergängern beliebt und diente auch als Hintergrund für Hochzeitsfotos.
Osama Murad (links) geniesst mit seinem Bekannten die Zeit am See. Auch sie verweilten gerne beim beliebten Baum.

Andere Passantinnen erzählen von ihren Rundgängen mit ihren Enkelkindern, die am liebsten auf den Ästen des Baums herumkletterten, während sie im Schatten der Blätter verweilten. «Die Kinder haben hier oft gespielt», schwelgt eine Seniorin in ihrer Erinnerung. Die Form der Stämme faszinierte die Menschen anscheinend stark. Wie eine weitere Rentnerin erzählt, sind die Fotos zur Hochzeit ihres Sohns gar an jenem Standort entstanden.

Was ist passiert?

Nichtsdestotrotz ändert sich nichts an der Tatsache, dass die zwei grossen Triebe nicht so schnell nachwachsen werden. Ein Trost mag es dafür sein, dass zumindest auf der dem See zugewandten Seite mehrere Äste verblieben sind. Jedoch stellt sich noch die Frage, weshalb der Baum überhaupt in Stücke zerlegt wurde.

Aufschluss dazu liefert die Gemeinde Pfäffikon. So hatten Passanten am Montagabend die Feuerwehr alarmiert, dass Teile des Baums auf dem Weg liegen. Wie mehrere Menschen am Mittwoch vor Ort bestätigen, hingen die Äste bereits Tage zuvor tiefer als sonst. «Man musste fast schon den Kopf einziehen, um vorbeizukommen», berichtet Heidi Stüssi.

Baumbruch am Pfäffikersee. Der Baum war bei Familien und Spaziergängern beliebt und diente auch als Hintergrund für Hochzeitsfotos.
Heidi Stüssi konnte beobachten, wie sich die Triebe über die Tage immer mehr neigten.

Wie Fabian Stolz, Bereichsleiter Bau und Umwelt, erklärt, neigten sich die Triebe in Richtung Boden, jedoch ohne eine Gefahr darzustellen. «Der starke Regen hat dann das Übrige getan.» In der Folge mussten die geknickten Triebe abgeschnitten und zur Seite gelegt werden.

Baumbruch am Pfäffikersee. Der Baum war bei Familien und Spaziergängern beliebt und diente auch als Hintergrund für Hochzeitsfotos.
Wegen des starken Regens mussten die zwei grossen Haupttriebe abgeschnitten werden.

Den Gesundheitszustand des Baums wird die Gemeinde Pfäffikon nun im Auge behalten. Das oberste Ziel sei stets die Sicherheit der Passanten und Passantinnen. «Im besten Fall kann der Baum so, wie er jetzt ist, stehen bleiben.»

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