So verbringen die Oberländer ihre Sommerferien
Am Montag starten die Sommerferien. Doch Fernweh scheint im Oberland ein Fremdwort zu sein.
Rekordhitze, strahlender Sonnenschein und laue Nächte: Der Sommer kam mit dem Juni schon früh in den heimischen Breitengrad und lockte die Oberländerinnen und Oberländer in die Badi, an den See und ins Freie.
Mit den Sommerferien findet auch der diesjährige Sommer den Höhepunkt, zumindest für alle, die dann Urlaub nehmen können. Doch wo verbringen die Oberländer ihre freien Tage?
Nur bedingt Fernweh
Tif Perzo aus Uster wird diesen Sommer in der Heimat verbringen – als frischgebackene Mutter möchte sie derzeit nicht weit weg. «Ich möchte meinem Sohn aber gerne einmal Griechenland oder Südamerika zeigen – Orte, wo es Meer gibt.»
Auch Shyann Dawson aus Uster wird während der Schulferien im Oberland anzutreffen sein. Sie freut sich darauf, Sport zu machen, neue Hobbys auszuprobieren – und sich mit ihren Freunden in der Badi zu treffen. Für die 16-Jährige braucht es nicht unbedingt eine Reise in die Ferne, um in Ferienstimmung zu kommen.
Ähnlich geht es ihrer Freundin Abishana Nageswaran. Sie wird für drei Wochen nach Portugal zur Familie reisen und freut sich vor allem auf das Meer und den Strand. Die übrige Zeit verbringt sie ebenfalls zu Hause und will mit Freunden den Sommer geniessen.
Loran Kongül hat aktuell noch keine festen Pläne, würde aber gern für zwei oder drei Wochen in die südliche Hitze. «In die Türkei oder nach Italien wäre schön», sagt er.
Strategische Ferienplanung
«Ich muss im Sommer nicht weit weg, da ist es hier doch auch schön. Ich bin dann eher im Winter in Fernost unterwegs, um der Kälte etwas zu entfliehen», erzählt Sabine Weibert. Die 34-Jährige macht zwar im Sommer auch eine Woche Ferien, will aber dann vor allem mit dem Velo die hiesigen Badis und Seen abklappern.
Auch Ruedi Frick aus Wetzikon wird dem Oberland die nächsten Wochen treu bleiben: «Ganz ehrlich, im Sommer ist es auf der Arbeit entspannt und am Abend lange hell, da hat man so viel vom Tag. Wenn es kälter und dunkler wird, fliege ich dann in den Süden», erzählt der 46-jährige Lkw-Mechaniker. «Bei fünf Wochen Ferien im Jahr sollte man sich gut überlegen, wann man diese einsetzen will.»
Ferien vor der Haustür
Um den Sommer zu geniessen, muss man oft gar nicht so weit weg. Mit naturbelassenen Ausflugszielen, zwei Badeseen und jeder Menge Naherholungsgebieten bietet das Oberland nämlich gleich vor der eigenen Haustür die Möglichkeit auf Ferienfeeling.
«Ich bin oft in der Badi Maur», sagt Markus Bölsterli aus Dübendorf. Er und Patrizia Cathomas haben vor, den Sommer in heimischen Gefilden zu verbringen. «Wir haben hier einen so schönen See, da braucht man nicht weit weg zu fahren oder zu fliegen», sagt die 63-Jährige.
Sie sucht sich ihre Ferien vor allem danach aus, dass sie ihren Hund mitnehmen kann. Deshalb geht es für sie regelmässig ins Tessin – an einen Badestrand, der auch Hunde erlaubt.
Auch Heidi Itten aus Pfäffikon sieht keinen Grund, weit zu reisen. «Das Oberland ist so schön und bietet so viele Möglichkeiten. Da bleibe ich doch einfach gleich hier», sagt die 70-Jährige. Mit einem Strahlen auf dem Gesicht läuft sie nach dem Gespräch mit ihrem Hund den Pfäffikersee entlang – das ist ihr Lieblingsort in der Region.
