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Das ist die neue Asylunterkunft in Pfäffikon

Pfäffikon hat den Erweiterungsbau seiner Flüchtlingsunterkunft offiziell in Betrieb genommen. 36 Personen sollen hier künftig unter einem Dach leben.

Der Erweiterungsbau der bestehenden Flüchtlingsunterkunft ist ab sofort in Betrieb.

Foto: Simon Grässle

Das ist die neue Asylunterkunft in Pfäffikon

Pfäffikon hat den Erweiterungsbau seiner Flüchtlingsunterkunft offiziell in Betrieb genommen. 36 Personen sollen hier künftig unter einem Dach leben.

Wer flieht, lässt vieles zurück – oft alles. In Pfäffikon wurde nun ein Ort geschaffen, der geflüchteten Menschen zumindest eines wiedergeben soll: Stabilität im Alltag durch ein sicheres Zuhause. Der Erweiterungsbau der bestehenden Flüchtlingsunterkunft ist offiziell in Betrieb, in den kommenden zwei Wochen werden die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen.

Die offene Küche, die auch als Gruppenraum dient, ist von Tageslicht durchflutet wie alle Schlafzimmer. Helle Holzdecken und gelbe Verkleidungen an den Armaturen verleihen den Räumen eine warme Note. Küche und Bad sind funktional eingerichtet, ausgestattet mit allem Notwendigen: Besteck, Schüsseln, Tüchern, Toilettenpapier.

In den Schlafzimmern stehen jeweils zwei Betten – entweder als Einzelbetten oder als Hochbett – und ein Kühlschrank. Auf den dünnen Matratzen liegen die bereitgestellten Bettbezüge, Duschtücher und Wäschelappen jeweils in einfacher Ausführung. Denn trotz Tageslicht und freundlicher Gestaltung ist klar: Diese Unterkunft ist auf das Wesentliche ausgerichtet – nicht auf grossen Komfort.

Angemietete Wohnungen gehen zurück auf den Markt

Im Erweiterungsbau finden 36 Personen Platz – sowohl Familien als auch Einzelpersonen.
«In den nächsten Wochen werden 23 Geflüchtete aus dezentral angemieteten Wohnungen in die neue Unterkunft umziehen», erklärt Faton Rama, Leiter der Sozialhilfe Pfäffikon. Damit kann die Gemeinde schrittweise auf die bisher genutzten Mietwohnungen verzichten – und diese dem freien Wohnungsmarkt zurückführen, wo sie ebenso dringend benötigt werden.

Die Unterbringung an einem Standort vereinfache zudem Abläufe, erhöhe die Effizienz und ermögliche eine gezieltere Betreuung der Bewohnenden durch die Asylkoordination.

Unterschiedliche Familiensituationen als Herausforderung

Der Erweiterungsbau ist auf drei Stockwerke mit jeweils zwei Wohnungen aufgeteilt. In jeder Wohnung finden sich drei Schlafzimmer, ein Badezimmer und eine Küche mit Esstisch. Eine der Wohneinheiten im Erdgeschoss ist barrierefrei gestaltet und berücksichtigt so die Bedürfnisse von Menschen mit körperlicher Beeinträchtigung.

Die grösste Schwierigkeit bei der Verteilung auf die Räume stellen die unterschiedlichen Familiensituationen dar. Faton Rama: «Wir schauen, in welcher Konstellation sich die Geflüchteten befinden, und versuchen, darauf Rücksicht zu nehmen.» Familien werden nicht getrennt, ebenso bleibt eine alleinerziehende Mutter mit ihren Kindern zusammen.

Man sieht ein Gebäude von aussen.
Die Aufteilung in die Wohneinheiten hängt von der familiären Konstellation der Personen ab.

Dass Familien und auch Einzelpersonen ihre Wohnung mit fremden Personen teilen müssen, ist nicht immer einfach, wie Rama weiss. «Besonders für jene, die aus ihrem früheren Zuhause andere Wohnverhältnisse gewohnt sind.»

Mehr Platz benötigt

Aktuell leben rund 160 geflüchtete Personen in der Gemeinde Pfäffikon – der Grossteil von ihnen stammt aus der Ukraine. Damit liegt die Gemeinde unter der vom Kanton vorgegebenen Quote von 1,6 Prozent, was etwas über 200 Personen entspräche.

Diese Quote hat sich in den letzten Jahren stetig erhöht – bis 2022 lag sie bei 0,5 Prozent –, weshalb sich die Gemeinde Gedanken zu mehr Platz für Geflüchtete machen musste. So konkretisierte sich die Idee eines Erweiterungsbaus, wo die Asylsuchenden zentral wohnen können.

Im März 2024 kam das Projekt vors Volk; 60,3 Prozent der Pfäffikerinnen und Pfäffiker sprachen sich für die Unterkunft aus. Die Kosten beliefen sich auf 2,03 Millionen Franken.

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