Spital Uster betreibt Kinderkrippe Rösligarte noch ein weiteres Jahr
Die Kinderkrippe vom Spital Uster muss erst im August 2026 schliessen. Dies dank einer Einigung mit den neuen Grundstückseigentümern des Areals.
Seit über 50 Jahren betreibt das Spital Uster eine eigene Kinderkrippe. Ende August hätte diese Ära enden sollen. Der Grund dafür ist der Verkauf der Liegenschaft an der Wagerenstrasse 47 an private Investoren. Dort befindet sich auch die Kinderkrippe Rösligarte.
Doch nun ist klar: Das Spital wird die Krippe noch ein weiteres Jahr offen halten – bis Ende August 2026. Mit den neuen Grundstückseigentümern hat sich das Spital auf eine Verlängerung der Nutzung geeinigt.
«Die Verlängerung am bisherigen Standort ist eine pragmatische und für alle Beteiligten erfreuliche Lösung», sagt Sarah Buob, Leiterin Marketing und Kommunikation des Spitals.
Suche nach privaten Partnern
Zu den genauen Gründen, die für den Entscheid ausschlaggebend waren, bleibt sie aber vage. «Das Spital Uster betrachtet Kinderbetreuung als zentrales Element familienfreundlicher Arbeitsbedingungen», meint Buob.
Der Verwaltungsrat des Spitals hatte bereits im April entschieden, die Kita ein weiteres Jahr zu betreiben. Dies ist der Antwort des Stadtrats auf eine Anfrage von SP-Gemeinderätin Nina Nussbaumer zu entnehmen. Die Spitalführung hatte die Stadt dann auch um Unterstützung bei der Suche nach Alternativstandorten gebeten. Hilfe, die offenbar nicht nötig war.
Doch die Tage der spitaleigenen Kita sind aber wohl bis im Sommer 2026 gezählt. Die Gesundheitsinstitution prüft verschiedene Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit externen Partnern. «Das Spital Uster wird sich für seine Mitarbeitenden auch zukünftig für gute Lösungen in der Kinderbetreuung einsetzen», betont Buob.
Noch keine Kündigungen ausgesprochen
In der Kita Rösligarte werden aktuell noch gut 40 Kinder betreut – sowohl Kinder von Spitalmitarbeitenden als auch externe. Für sie hatte das Spital ursprünglich eine Anschlusslösung mit einem anderen Krippenbetreiber ausgehandelt. Die betroffenen Eltern hätten ihre Kinder neu beim Kita-Anbieter Fugu anmelden können, der auch einen Standort in Uster betreibt.
Nun dürfen die Kinder vorerst im Rösligarte bleiben. Laut Buob gab es trotzdem einige Abmeldungen von Eltern, die ihren Nachwuchs in einer anderen Kita angemeldet haben. Zudem beginnt für einige Kinder bald der Kindergarten, und die Zeit in der Krippe ist damit ohnehin zu Ende.
Keine Anschlusslösung hatte das Spital für die zehn Mitarbeiterinnen des Rösligarte bereit. Nur die Lernenden hätten ihre Ausbildung ebenfalls bei Fugu abschliessen können.
Kündigungen hatte das Spital aber noch keine ausgesprochen. «Alle Mitarbeiterinnen haben die Möglichkeit, weiterhin in der Kita tätig zu bleiben», sagt Buob. «Wenige haben aber entschieden, eine neue Herausforderung anzunehmen oder sich neu zu orientieren.»
