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Sonnenenergie für Schwerzenbach – und das eigene Portemonnaie

220 Solarmodule sollen am Bahnhof Schwerzenbach bald ans Netz gehen. Sie gehören vorübergehend privaten Käufern, die auf eine Rendite hoffen dürfen – auch der Gemeindepräsident gehört dazu.  

Die Bauarbeiten für die Photovoltaikanlage auf dem Bushof sind im Gang.

Foto: Simon Grässle

Sonnenenergie für Schwerzenbach – und das eigene Portemonnaie

220 Solarmodule sollen am Bahnhof Schwerzenbach bald ans Netz gehen. Sie gehören vorübergehend privaten Käufern, die auf eine Rendite hoffen dürfen – auch der Gemeindepräsident gehört dazu.  

Das Bushofdach in Schwerzenbach wird schon bald mit Solarpanels überdeckt sein. Die Verkaufsaktion der Solarify GmbH für das Projekt, die Anfang Juni gestartet war, ging kürzlich zu Ende.

Laut der Solarify-Kommunikationsverantwortlichen Ursina Dorer sind alle 220 Solarmodule verkauft. «In Schwerzenbach war das Interesse sehr gross.» Der Grossteil der 48 Käufer, ob Private oder Firmen, komme aus der Gemeinde und den umliegenden Orten.

Wer eines der Panels erworben hat, besitzt dieses nun während 30 Jahren und kann damit durch den Stromverkauf automatisch Geld verdienen. Sie können in dieser Zeit auch weiterverkauft, vererbt oder verschenkt werden. Nach Ablauf der 30 Jahre geht der Besitz an den Eigentümer der Liegenschaft über – im Fall des Bushofs an die Gemeinde Schwerzenbach. Die Anlage soll 95’000 Kilowattstunden pro Jahr liefern, was dem Stromverbrauch von etwa 22 Haushalten entspricht.

Solarify hat schon in den Oberländer Gemeinden Rüti und Mönchaltorf Projekte realisiert.

634 Franken kostet ein Panel. Die Solarify GmbH rechnet vor, dass die erwarteten Gesamterträge aus dem Stromverkauf für Private nach 30 Jahren zwischen 733 und 940 Franken liegen. Somit springt für den Einzelnen also ein Gewinn heraus. Weil aber die Strompreisentwicklung schwierig vorherzusehen ist, sagt Dorer: «Wir garantieren keine fixe Rendite; die effektiven Erträge können von der Erwartung abweichen.»

Ab August in Betrieb

Käuferinnen und Käufer können sich allerdings das Recken der Köpfe nach ihren persönlichen Panels am Bahnhof sparen. «Eine persönliche Zuweisung der einzelnen Panels gibt es nicht», sagt Dorer. «Alle Beteiligten sind anteilsmässige Miteigentümer der gesamten Anlage, und die Gesamterträge werden auf alle Panels gleich verteilt.» 

260 Solarpanels sollen auf dem Dach installiert werden. Die Hitze ist bei 36 grad eine Herausforderung.
Auf dem Dach des Bushofs wird mit Hilfe der Sonne bald Strom produziert. Die Bauarbeiten sind bei Temperaturen über 30 Grad nicht gerade angenehm.

Darunter ist auch das Solarpanel von Gemeindepräsident Martin Hermann (FDP). «Da ich auf dem eigenen Dach nicht so einfach eine Solaranlage installieren kann, habe ich ein Panel gekauft.» Er finde die Idee toll, dass die Bevölkerung an diesem Projekt partizipieren könne.

Die Installationsarbeiten sind derzeit am Laufen. Die Module wurden in China hergestellt und werden von einer Schweizer Firma auf dem Bushof montiert. Die Photovoltaikanlage wird laut Ursina Dorer voraussichtlich ab August in Betrieb genommen. «Ab dann können die Käufer mit einer Rendite rechnen.»

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