SBB testen direkte Verbindung vom Oberland nach Chur
Direkt vom Zürcher Oberland nach Chur: Was letztes Jahr für zwei Wochenenden möglich war, könnte bald eine etablierte Verbindung sein. Ein Markttest im September soll Aufschluss geben.
Wegen Bauarbeiten in Thalwil konnte man bereits im November 2024 mit dem Zug direkt vom Oberland bis nach Chur fahren. Weil die Rückmeldungen dazu entsprechend positiv waren, möchten die SBB nun einen Markttest durchführen, um zu prüfen, ob ein dauerhaftes Angebot sinnvoll ist.
«Die Nachfrage nach einer Direktverbindung vom Zürcher Oberland nach Chur wurde mehrfach an die SBB herangetragen», schreibt SBB-Mediensprecherin Carmen Hefti auf Nachfrage.
Zweimal morgens, zweimal abends
Ab 6. September können Oberländerinnen und Oberländer wieder direkt bis ins Bündnerland durchfahren – und zwar an allen vier Septemberwochenenden.
Die S15 bedient dabei die Haltestellen Uster (6.54 Uhr und 7.54 Uhr), Wetzikon, Bubikon, Rüti, Jona und Rapperswil, bevor sie dann bis nach Pfäffikon SZ, Ziegelbrücke, Unterterzen, Sargans, Bad Ragaz, Landquart und schliesslich Chur verlängert wird.
Mit dieser Verlängerung ist man ab Uster in einer Stunde und 41 Minuten in der Bündner Hauptstadt. Die Verbindung ab dem Oberland nach Chur verkehrt jeweils zweimal am Morgen, ab Chur zurück ins Oberland geht es jeweils zweimal am Abend. Die Verbindungen sind bereits im Online-Fahrplan auf sbb.ch ersichtlich.
Zweiter Test im Winter
Wer im September nicht ins Bündnerland mag, kann auf den Winter warten – denn dann ist ein weiterer Test geplant. «Ziel ist es, zu ermitteln, ob ausreichend Nachfrage besteht, um das Angebot langfristig zu etablieren», erklärt Hefti.
So werde der Erfolg anhand von Kriterien wie Fahrgastzahlen, Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden und wirtschaftlicher Rentabilität gemessen.