Hitzetage in Rüti: Wenn die Badi an ihre Grenzen kommt
Ansturm und Unmut
In der Badi Rüti reiht sich Badetuch an Badetuch, die Parkplätze sind voll – ein Szenario, das je länger, je mehr zur Normalität werden könnte. So reagiert die Gemeinde.
13.52 Uhr am Mittwochnachmittag in Rüti. Die Sonne brennt vom Himmel, erbarmungslos. 36 Grad zeigt das Thermometer an. Da gibt es nur eines: ab ins kühle Nass. Doch wer dachte, am frühen Nachmittag einfach einen Platz in der Badi Rüti ergattern zu können, lag falsch – schon jetzt ist der Parkplatz überfüllt. Eine Frau in gelber Weste regelt den Verkehr und weist regelmässig Neuankömmlinge ab. «Nei, de Parkplatz isch würkli volle. Si müend irgendwo andersch go parkiere» – ein Satz, den sie noch einige Male wiederholen wird in dieser Woche.
Je näher man der Badi kommt, desto höher wird der Geräuschpegel. Das Jauchzen und Johlen von Kindern vermischt sich mit dem Geplauder der Erwachsenen, durchzogen vom Kreischen, wenn das kühle Wasser überrascht – und immer wieder das laute «Platsch», wenn jemand mit Anlauf ins Becken springt.
«Es ist voll – aber noch nicht so voll wie letztes Wochenende», sagt Fabienne Iff. Sie ist Fachspezialistin Kommunikation bei der Gemeinde Rüti und im regelmässigen Austausch mit den Badi-Betreibenden. Diese sind zu beschäftigt, um dieser Zeitung auf Fragen Antworten zu geben; zu gross ist der Aufmarsch in diesen Hitzetagen.

