Was ein ungenutztes Wasserrecht in Wila mit der Tösstalbahn zu tun hat
Zum Jubiläum der Tösstalbahn taucht eine fast vergessene Geschichte aus dem Jahr 1881 auf: Ein geplanter Eisweiher beim Bahnhof Wila führte zu Auseinandersetzungen um Wasserrechte.
Text: Wolfgang Wahl
Die Tösstalbahn feiert dieses Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Eine Episode aus ihren Anfangszeiten zeigt, dass die Situation, wie sie heute im Quartier südlich des Bahnhofs Wila ist, keineswegs von Anfang an so geplant war.
In den 1880er Jahren spielte sich eine Szene ab, bei der die Tösstalbahn-Gesellschaft, der Kanton Zürich, der damalige Gemeindepräsident Rudolf Ott, die damalige Besitzerin der Teigwarenfabrik Felsenegg Luise Hotz-Kägi und der Schneider Heinrich Bühler beteiligt waren.
Beim Bau der Tösstalbahn 1875 wurde offenbar Material aus dem benachbarten Boden entnommen und etwa für den Bahndamm benutzt. Übrig blieben Materialgruben, die sich mit Wasser füllten. Sie waren halbwegs als Fischteiche geeignet, konnten aber bei den damals kalten Wintern theoretisch auch für einen Eisabbau genutzt werden.

