Gemeinden sagen exotischen Pflanzen mit Spezialsäcken den Kampf an
Viele der Pflanzen gelten allgemein als schön und ergänzen die heimische Flora. Doch längst nicht alle sind erwünscht. Deshalb schreiten einige Gemeinden mit dem Neophytensack zumindest indirekt zur Tat.
Die Kantone Aargau oder Luzern kennen sie schon länger. Der Kanton Zürich hat die Idee eines kantonalen Neophytensacks hingegen verworfen: Man wolle verhindern, dass mehr Pflanzenmaterial als nötig in den Kehrichtverwertungsanlagen verbrannt werde.
Seit Ende Mai ist es aber zumindest in Teilen der Region so weit: Unzählige Gemeinden im wie Rüti, Bubikon, Dürnten, Illnau-Effretikon, Wetzikon, Uster, Dübendorf, Fehraltorf, Hinwil, Weisslingen, Wildberg oder Turbenthal spannten zusammen und stellen der Bevölkerung kostenlose Abfallsäcke zur Entsorgung von Neophyten zur Verfügung.
Pläne für die Einführung der Neophytensäcke gab es schon seit Längerem, wie Karin Schweiter, Projektleiterin Umwelt in Rüti, bestätigt. «Die jeweiligen Leiterinnen und Leiter der Bereiche Umwelt verschiedenster Gemeinden treffen sich regelmässig und tauschen sich aus.»
Auch Rüti habe sich die gezielte Vernichtung invasiver Neophyten schon länger auf die Fahne geschrieben. «Nachdem die Stadt Winterthur und der Kanton Schaffhausen das Projekt vorangetrieben hatten, sprangen wir gerne auf den Zug auf.»

