Kommt ein zweites Kanti-Provisorium auf den Innovationspark?
Seit diesem Frühling wird auf dem Empa-Areal in Dübendorf eine provisorische Kantonsschule gebaut. Gleichzeitig wird darüber diskutiert, den Innovationspark als Standort für ein zweites Provisorium in Betracht zu ziehen.
Im April haben die Bauarbeiten für ein neues Kantonsschule-Provisorium auf dem Areal der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) begonnen. Zwischen den Gebäuden der Empa sollen schon nächsten August 650 Mittelschüler Platz finden.
Das Vorhaben laufe planmässig, teilt die kantonale Baudirektion mit. An den geplanten Dimensionen des Projekts habe sich nichts verändert.
Wie man eine provisorische Schule baut
Für das Schuljahr 2026/2027 lässt der Kanton laut der Baudirektion nachhaltige Modul- und Elementbauten aus Holz errichten. Diese sollen für 30 Jahre halten, auch wenn der Platz auf dem Empa-Areal nur bis 2039 freigegeben ist.

Begründet wird die Standortwahl durch die gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr und der Grösse des Areals. Die Fläche bietet Platz für Gebäude mit 18 Klassenzimmern und Fachräumen, einen Sportallwetterplatz und eine Sporthalle sowie Aufenthaltsbereiche mit Pausenplätzen im Aussenbereich. Auf den Dächern sollen Photovoltaikanlagen installiert werden. Der Regierungsrat hat für das Projekt 58 Millionen Franken bewilligt.
Aber während die provisorische Kantonsschule gebaut wird, werden die Mittelschüler nicht weniger. Im Gegenteil: Laut Prognosen des Kantons steigen die Schülerzahlen stetig an. Aus diesem Grund wird auch schon länger gleich noch über ein zweites Kantonsschule-Provisorium in Dübendorf diskutiert.
Jetzt hat die Baudirektion bekannt gegeben, welcher Standort dafür in Betracht gezogen wird. Nämlich der Innovationspark auf dem Flugplatz. Als Gründe nennt die Baudirektion die gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr sowie ein Sportzentrum in unmittelbarer Nähe. Doch bis der definitive Entscheid für den zweiten Standort vorliegt, wird nicht näher darüber informiert.
Weiterhin bedeckt hält sich der Kanton beim Projekt des definitiven Kanti-Schulhauses in Dübendorf. Fragen zum Bautermin und -zeitpunkt sowie zur Baugrösse oder zu den Kosten werden nicht beantwortet.
