Das Effifäscht rüstet sich für 30’000 Besuchende
Stadtfest in Illnau-Effretikon
Dieses Wochenende wird das Zentrum von Effretikon zur Festmeile. Für OK-Präsident Kilian Meier ist es die Feuertaufe.
Alle drei Jahre verwandelt sich das Zentrum von Effretikon mit dem Effifäscht in ein buntes Festgelände. Marktstände säumen die Strassen, die örtlichen Vereine präsentieren sich, und auf den Chilbi-Bahnen wird gekreischt, bis die Ohren wackeln.
Eröffnet wird das lange Festwochenende heuer am Freitag, 23. Mai. Um 17 Uhr fällt der traditionelle Böllerschuss. Anschliessend gilt eine halbe Stunde lang freie Fahrt im Luna-Park für alle.
Rund 30’000 Personen besuchten das Effifäscht 2022. OK-Präsident Kilian Meier erhofft sich für die diesjährige Ausgabe ähnlich hohe Zahlen. «Der Knackpunkt ist halt wie immer das Wetter», sagt er. Angemeldet haben sich 23 Vereine und 70 Marktfahrende, was etwa dem langjährigen Mittel entspricht.
Nicht neu zwar, aber ein Publikumsmagnet: das mit 34,5 Metern schweizweit grösste Riesenrad mit frei drehenden Gondeln. Zentral auf dem Märtplatz platziert, bietet es jeweils einen guten Ausblick auf den Rummel und die Stadt.
Bestens vernetzt in der Stadt
Kilian Meier ist dieses Jahr erstmals als Präsident im Einsatz. Sein Vorgänger, der heutige Stadtpräsident Marco Nuzzi (FDP), war Ende 2023 zurückgetreten.
Der 33-jährige Meier ist bestens vernetzt in Illnau-Effretikon: Parteipräsident der Mitte, Stadtparlamentarier, Cevianer, Jugend+Sport-Experte, Mitglied der Evangelisch-reformierten Kirchenpflege und Aktivmitglied beim lokalen Bierbrauerverein Churzschluss – alles Verbindungen, die ihm jetzt zugutekommen, wie er sagt.

Trotzdem sei das Effifäscht für ihn ein gewaltiges Projekt. «Glücklicherweise sind fast alle des elfköpfigen Organisationskomitees Routiniers. Sie wissen, wie der Hase läuft.» Er selbst sei laufend am Dazulernen, und sei es nur, dass es verschiedene Arten von Stromanschlüssen gebe.
«Und wehe, du sprichst einen Schausteller als Marktfahrer an oder umgekehrt. Das wird im Fall gar nicht goutiert.» Kilian Meier ist Staatsanwalt von Beruf, muss man dazu wissen.
Baustellen erschweren Planung
Die grösste Herausforderung für das OK sei die Bauerei rund um den Bahnhof gewesen. Effretikons Zentrum erfindet sich gerade neu, Baustellen sind omnipräsent. «Zum Glück haben uns die betroffenen Bauunternehmen Hand geboten, und so haben wir schliesslich alles untergebracht.»
So wird der Bauzaun auf den Parkplätzen des ehemaligen Jelmoli-Gebäudes an der Bahnhofstrasse zurückversetzt. Und auch die Hinterbüelstrasse – wo bis vor Kurzem die Baracke mit dem Restaurant Bahnhöfli stand – steht als zusätzliche Fläche für die Chilbi zur Verfügung.
Auf eine zentrale Bühne wie in anderen Jahren hat man hingegen verzichtet. Grund seien die erwarteten grossen Personenströme, sagt Kilian Meier. «Wir machen nur das, was wir aus Sicherheitsgründen auch verantworten können.»
Beim Effifäscht in drei Jahren könnte es im Stadtzentrum nochmals enger werden. Im dümmsten Fall fällt es mit dem Bau des neuen Bushofs zusammen. Kilian Meier und sein OK wollen auch in diesem Fall eine Lösung finden: «Ein Fest wie das Effifäscht gehört ins Zentrum und nicht auf die grüne Wiese.»
