Auf der Tösstalstrasse bei Wila braucht es Geduld – für den Glögglifrosch
Baustelle entlang der Verkehrsachse
Der gefährdete Glögglifrosch fühlt sich neben der Tösstalstrasse in Wila daheim. Nach Unfällen ist die dazugehörende Amphibienschutzanlage beschädigt. Bei der Reparatur kommt es zu Verkehrseinschränkungen.
Die alte Kiesgrube Rosengarten in Wila ist ein bedeutendes Feuchtbiotop. Nach deren Stilllegung wurde das Gebiet 1980 unter Schutz gestellt, heute handelt es sich um ein überkommunales Naturschutzobjekt. 2022 wurde die Infrastruktur erneuert, die es den hier lebenden Amphibien ermöglicht, gefahrlos zwischen Laichgebiet und Sommerlebensraum hin und her zu wandern.
Besonders heimisch fühlt sich neben Arten wie dem Grasfrosch oder dem Bergmolch die Geburtshelferkröte. Im Volksmund ist sie wegen ihres schrillen, glockenartigen Rufs auch als Glögglifrosch bekannt. Sie ist sehr standorttreu und steht in der Schweiz als stark gefährdete Tierart auf der Roten Liste, weshalb sie 2013 von Pro Natura zum Tier des Jahres erkoren worden ist.
Die besagte Amphibienschutzanlage hat nun nach zwei Verkehrsunfällen Schaden genommen. Wie das kantonale Tiefbauamt mitteilt, muss diese deshalb repariert werden. Unter anderem müssen einige verschobene oder zerstörte Leitelemente neu ausgerichtet beziehungsweise ersetzt werden.
Um die Arbeiten ausführen zu können, ist die Tösstalstrasse im betreffenden Abschnitt zwischen Wila und Saland, auf Höhe des Turbenthaler Weilers Tablat, rund einen Monat lang nur einspurig befahrbar.
Die Bauphase erfolgt in Etappen und dauert vom Montag, 19. Mai, bis voraussichtlich Freitag, 20. Juni. Der Verkehr wird dabei mit einem Lichtsignal durch den jeweiligen Baubereich geführt.
