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Geschichte eines Fabrikkinds

Turbenthal erhält einen Anneli-Erlebnisweg für Familien

Hilf Anneli aus der Patsche! Der neue Erlebnisweg in Turbenthal macht das Leben eines Fabrikkinds vor 150 Jahren erlebbar.

Anneli, die Protagonistin aus den Kinderbüchern von Olga Meyer, erhält nun auch einen eigenen Erlebnisweg in Turbenthal.

Bild: Standortförderung Zürioberland

Turbenthal erhält einen Anneli-Erlebnisweg für Familien

Geschichte eines Fabrikkinds

Hilf Anneli aus der Patsche! Der neue Erlebnisweg in Turbenthal will das Leben eines Fabrikkinds vor 150 Jahren erlebbar machen.

Eintauchen in das Leben eines Fabrikkinds vor 150 Jahren: Das will ein neuer Erlebnisweg in Turbenthal möglich machen.

Er basiert auf der Geschichte von Anneli Lüssi aus der «Anneli»-Trilogie der Kinderbuchautorin Olga Meyer. In den Büchern erzählt Meyer literarisch aufgearbeitet die Geschichte ihrer Mutter Anna Barbara Lüssi, genannt Anneli.

Die Geschichte von Anneli

Anneli wächst mit ihren sieben Geschwistern in der Mitte des 19. Jahrhunderts in Turbenthal auf. Die Malerwerkstatt des Vaters ernährt die Familie mehr schlecht als recht. Der jähe Tod des Vaters zwingt seine Kinder zur Arbeit in der nahe gelegenen Spinnerei in Hutzikon.

Dank ihrer Grossmutter kann die tapfere Protagonistin der Fabrikarbeit entkommen und erhält Arbeit als Hausmädchen in einer Zürcher Familie. (bes)

Die drei Bände, die zwischen 1919 und 1934 erschienen, waren zur damaligen Zeit eigentliche Bestseller: «Anneli» aus Turbenthal gehörte neben «Heidi», geschrieben von Johanna Spyri, zu den bekanntesten Mädchenfiguren der Schweizer Jugendliteratur.

Im Gegensatz zur Geschichte des Waisenmädchens aus dem Bündnerland gerieten die «Anneli»-Werke in Vergessenheit. Vor drei Jahren hauchte Turbenthal zum 50. Todestag von Meyer der Kinderbuchheldin mit einer Veranstaltungsreihe neues Leben ein.

Damit Annelis Geschichte präsent bleibt, entstand nun unter der Leitung der Standortförderung Zürioberland ein komplett neuer Erlebnisweg, der sich an die ganze Familie richtet. Dies teilt die Standortförderung mit.

Anneli aus der Patsche helfen

Der Rundweg beginnt beim Bahnhof Turbenthal und führt über die Kirche, den Friedhof, durch den Wald zurück ins Dorf zur Fabrik von Boller-Winkler und wieder zum Bahnhof. Der Weg ist nicht durchgehend rollstuhlgängig. Ein Rundgang dauert zwischen zwei und drei Stunden.

Man sieht eine Karte mit einem Rundweg.
Das ist die Route des neuen Anneli-Erlebniswegs.

Entlang der Route gibt es acht verschiedene Stationen. Dort erfahren die Wandernden jeweils von einer Episode aus Annelis Leben und müssen dem Mädchen bei verschiedenen Aufgaben aus der Patsche helfen. Dabei schlüpfen sie in die Rollen der unterschiedlichen Dorfbewohner (Dorfwirt, Apothekerin, Bauer und Bäuerin usw.) und nutzen deren Stärken, um Anneli zu helfen.

Dazu erhalten Besucherinnen und Besucher des Anneli-Wegs einen Faltplan mit Spielkarten, lösen gemeinsam Aufgaben und erleben Freuden und Sorgen der Kinderbuchheldin. Idealerweise wird zu viert gespielt, maximal können zwölf Personen mitspielen.

«Im Austausch mit Familien aus der Region ist ein authentisches Erlebnis entstanden», lässt sich Jacqueline Falk, Leiterin des Geschäftsfelds Kultur und Gesellschaft der Standortförderung, in der Mitteilung zitieren.

Die kostenlosen Faltpläne für den Anneli-Weg können in der Bäckerei Genusswerk in Turbenthal und bei der Standortförderung Zürioberland in Bauma bezogen beziehungsweise im Shop unter zuerioberland.ch/shop bestellt werden.

Die Eröffnung des Rundwegs findet am Mittwoch, 21. Mai, um 13.30 Uhr beim Bahnhof Turbenthal statt. Der Anlass mit Wanderung dauert bis 17 Uhr. Eine Anmeldung ist bis zum 19. Mai per E-Mail info@zuerioberland.ch möglich.

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