Gesellschaft

Wegen Bauarbeiten an der Grütstrasse

Gossau sperrt schon bald eine beliebte Schleichroute

Während die Grütstrasse in Gossau saniert wird, suchen sich die Autofahrer alternative Routen. Doch jetzt kündigt der Gemeinderat die Sperrung eines Schleichwegs an.

Weil die Grütstrasse in Gossau saniert wird, fahren die Verkehrsteilnehmer oft über Schleichwege. Aber nicht mehr lange. (Archiv)

Foto: Simon Grässle

Gossau sperrt schon bald eine beliebte Schleichroute

Wegen Bauarbeiten an der Grütstrasse

Während die Grütstrasse in Gossau saniert wird, suchen sich die Autofahrer alternative Routen. Doch jetzt kündigt der Gemeinderat die Sperrung eines Schleichwegs an.

Mitte Januar starteten die grossen Bauarbeiten an der Grütstrasse in Gossau. Seither sucht sich der Verkehr Schleichwege, um schneller ans Ziel zu kommen. Eine beliebte Ausweichroute führte über die Haldenstrasse. Doch jetzt verhängt die Gemeinde dort ein Fahrverbot.

Eigentlich leitet der Kanton den Verkehr während der Sanierung der Grütstrasse über die Kantonsstrassen um. «Die Erfahrung aus den letzten Monaten zeigt aber, dass momentan täglich über 3000 Fahrzeuge via Halden- und Austrasse fahren», schreibt der Gossauer Gemeinderat in einer Mitteilung. Beim grössten Teil handle es sich dabei um Durchgangsverkehr. Auch getroffene Massnahmen wie horizontale Versätze, ein Lastwagenfahrverbot und neue Fussgängerstreifen zeigten nur wenig Wirkung.

Das Verkehrsaufkommen in den betroffenen Gebieten sei für die Anwohnenden für die nächsten knapp zwei Jahre unzumutbar. So entschied die Gemeinde in Koordination mit dem Kanton, die Haldenstrasse ab dem 26. Mai für den Verkehr zu sperren. Zubringer und Velofahrer sind davon ausgenommen. Die Sperrung der Haldenstrasse wurde bereits im letzten Jahr vorsorglich verfügt und ist nun rechtskräftig.

Dafür entschied der Gemeinderat, die Anzahl der Strassenhindernisse auf der Haldenstrasse zu reduzieren. Es werden lediglich die fest verbauten Hindernisse stehen gelassen. Das Tempolimit belässt die Gemeinde bei 30 km/h. Und auch die Lichtsignalanlage bei der Kreuzung Halden- und Grütstrasse wird weiterhin bei der Baustelle stehen.

Ein Fahrverbot mit Ausnahmen

Durch das Fahrverbot auf der Haldenstrasse müssten gewisse Einwohner und Betriebe der Gemeinde einen Umweg über die Forchautostrasse nehmen. Das ist aus Sicht des Gemeinderats nicht für alle Betroffenen zumutbar. In solchen Fällen erteilt er deshalb nach definierten Kriterien Ausnahmegenehmigungen.

Davon profitieren können beispielsweise Betriebe aus dem Gossauer Industriegebiet. So seien Bewilligungen für deren Firmenfahrzeuge oder die Gossauer Angestellten möglich. Aber auch aktive Nutzer des Sportplatzes Im Riet, Werkmitarbeiter oder Landwirte kommen für die Genehmigung infrage.

Auf der Website der Gemeinde steht ein Formular zur Verfügung, um die Bewilligung zu beantragen. Anwohnende der Halden-, der Unterhofen-, der Schlottenbüel-, der Sunnehof- und der Neuwisstrasse – aber auch Besucher und Zubringer – brauchen keine Genehmigung.

Auch diese Schleichwege werden gesperrt

Sobald die Haldenstrasse gesperrt ist, dürfte sich der Verkehr andere Schleichwege suchen. Infolgedessen müsse man mit neuem Verkehr in den Weilern Jungholz und Tägernau rechnen, schreibt der Gemeinderat. Diese Strassen seien aber meist zu schmal, ein Kreuzen sei nur beschränkt möglich. Unter diesen Umständen sei die Verkehrssicherheit nicht mehr gewährleistet.

Aus diesem Grund sperrt die Gemeinde vorübergehend auch die Strassen in den genannten Weilern. Zubringer und Velofahrer dürfen die Strassen jedoch weiterhin nutzen. Ein solches temporäres Fahrverbot wurde bereits für die Galtbergstrasse umgesetzt.

Die offizielle Umleitung

Die offizielle Route, um die Grütstrasse zu umfahren, führt über die Forchautostrasse und den Anschluss Ottikon. «Diese Strassen sind sicher und gut ausgebaut», schreibt die Gemeinde Gossau, «und verursachen für die Betroffenen keinen grossen Zeitverlust.» (jgu)

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