Wie Asbest aus der Eishalle in Dübendorf verschwindet
Mit Schutzanzug und Maske
In der Eishalle in Dübendorf müssen die Umkleidekabinen von Asbest befreit und saniert werden. Wie aufwendig und schweisstreibend diese Arbeiten sind, zeigt ein Blick hinter die Absperrungen der Baustelle.
Vor wenigen Jahrzehnten galt Asbest als Wundermaterial: Es ist hitzebeständig, isolierend, robust und günstig. Dementsprechend wurde es auch überall verbaut, in Fussböden, Fassaden, Heizungsrohren, teils sogar in Textilien oder Autoteilen.
So auch 1984 in der Eishalle in Dübendorf. Der Sanitär, der die Umkleidekabinen mit Platten verkleidete, mischte dem Kleber Asbest bei, um die Haltbarkeit zu erhöhen. «Heute weiss man, dass das gar nichts gebracht hat», sagt Ivan Babic, Geschäftsführer der BIGS AG, eines auf Altlasten- und Schadstoffsanierungen spezialisiertes Unternehmen.
Unsichtbare Gefahr
Asbest ist ein Sammelbegriff für Mineralfasern. Es kommt in Gesteinen vor. In der Schweiz wurde der Stoff seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts im Hochbau verwendet.
Asbest ist aber krebserregend. Schon geringe Mengen von eingeatmetem Asbeststaub können bei den Betroffenen zu schweren Lungenerkrankungen führen. Deshalb ist der Stoff seit 1989 verboten. Restbestände wurden aber noch bis 1993 verbaut.

