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Sie spendet Hunderte ihrer Bilder für einen guten Zweck

Lisbeth Meier aus Fällanden will mit ihrer Kunst dem Kinderhospiz Flamingo helfen.

Lisbeth Meier aus Fällanden ist seit über 20 Jahren als Künstlerin tätig. Jetzt spendet sie ihre Bilder für kranke Kinder.

Foto: Fiorella Koch

Sie spendet Hunderte ihrer Bilder für einen guten Zweck

Fällander Künstlerin

Lisbeth Meier aus Fällanden hat nach ihrer Pensionierung ein zweites Leben als Künstlerin begonnen. Nun möchte die 83-Jährige die Früchte ihres kreativen Schaffens zugunsten des Kinderhospizes Flamingo verkaufen.

Hunderte von Bildern stapeln sich im lichtdurchfluteten Atelier von Lisbeth Meier im obersten Stock eines Mehrfamilienhauses in Dübendorf. Die 83-Jährige hat in den letzten Jahren so viel gemalt und gezeichnet, dass ihre Werke nicht nur ein ganzes Dachstockabteil, sondern auch einen Teil ihres Ateliers füllen.

«Ich habe mich gefragt: Was mache ich mit all diesen Bildern?», sagt die Künstlerin aus Benglen. Also entschied sie sich, rund 200 an einer Börse in der Oberen Mühle in Dübendorf am Abend vom 9. Mai zum Verkauf anzubieten. Den Preis können die Käufer selbst bestimmen. Den gesamten Erlös spendet Meier dem im Bau befindlichen Kinderhospiz Flamingo in Fällanden.

Meier begründet: «In meinem Alter weiss man nie, was morgen ist. Deshalb will ich mit meinen Bildern etwas Sinnvolles machen. Sonst werden sie nach meinem Tod vernichtet.»

Unterstützt wird sie von Pfarrer Benjamin Wildberger, der Reformierten Kirchgemeinde Dübendorf-Schwerzenbach und der Römisch-katholischen Kirchgemeinde Dübendorf. Meier sagt: «Mir war es wichtig, etwas für die Region zu tun.» Als sie vom geplanten Kinderhospiz erfahren hat, war das für sie das perfekte Projekt.

So eine Spendenaktion führt Meier allerdings nicht zum ersten Mal durch. Im Jahr 2022 hat sie dieselbe Aktion mit rund 200 Bildern schon einmal gemacht, und zwar für die Stiftung Zürcher Lighthouse, die sich für palliative Pflege einsetzt. Meier sagt: «Diese Aktion hat sich sehr gelohnt. Ich konnte für die Stiftung 25'000 Franken sammeln.»

Ein zweites Leben für die Kunst

Dass sie auch nach der Aktion 2022 noch Hunderte von Bildern zu verschenken hat, liegt daran, dass sie seit ihrer Pensionierung malt. «In meinem ersten Leben war ich Pianistin, Organistin und Musiklehrerin.» Doch als sie ihre Arbeit nicht mehr erfüllte, liess sie sich ein Jahr früher pensionieren. «Ich stürzte mich in eine vierjährige plastische und malerische Ausbildung.»

Seitdem hat sie ununterbrochen gemalt und Skulpturen kreiert. Die zu spendenden Bilder seien bis zu 21 Jahre alt. «Ich habe schon einige meiner alten Gemälde übermalt, um nicht noch mehr Bilder zu erschaffen», sagt sie und schmunzelt.

Nach dem 9. Mai sind keine weiteren Spendenaktionen geplant. «Wegen meines Alters nehme ich das Leben einfach, wie es kommt.» Meier ist aber klar, dass sie weitermalen will. «Ich könnte gar nicht damit aufhören. Das Malen und Gestalten gehört zu meinem Leben.»

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