Friedhof-Skandal in Wetzikon – Bericht ortet Führungsschwächen
Untersuchungsbericht
Im Mai 2024 wurde in Wetzikon eine leere Urne beerdigt. Ohne Wissen der Trauerfamilie. Der Untersuchungsbericht liegt nun vor, ein personalrechtliches Verfahren folgt.
Es war nichts weniger als ein Skandal, der sich vor einem knappen Jahr auf dem Friedhof in Wetzikon ereignete. Rund eine halbe Stunde vor der Beerdigung von Erwin G. * hatte das Friedhofsteam festgestellt, dass die Urne mit der Asche des Verstorbenen fehlte.
Kurzerhand beschloss der Friedhofsleiter, eine leere Ersatzurne aufzutreiben und diese an der Trauerzeremonie zu begraben. Die Trauerfamilie wurde nicht eingeweiht.
Die Urne mit den sterblichen Überresten des Wetzikers blieb bis Ende August verschollen. Erst dann fand sie vom Krematorium in Rüti auf den Gottesacker in Wetzikon. Erwin G. soll mittlerweile seine letzte Ruhestätte gefunden haben – die Urne sei «im richtigen Grab beigesetzt» worden, schreibt der Stadtrat. Allerdings geschah auch dies ohne Wissen und Einwilligung der Angehörigen.
