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Zwei jugendliche Forscher aus der Region ausgezeichnet

Er beschäftigt sich mit Fluggeräten, sie mit der Wirkung des Lesens. Gemeinsam haben der Gymnasiast aus Wolfhausen und die BMS-Schülerin aus Grüningen, dass sie von Schweizer Jugend forscht ausgezeichnet worden sind.

130 Auszeichnungen: Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Schweizer Jugend forscht an der ETH Zürich.

Foto: SJF

Zwei jugendliche Forscher aus der Region ausgezeichnet

Schweizer Jugend forscht

Caeden Lenny Springer aus Wolfhausen und Anja Feldmann aus Grüningen wurden von Schweizer Jugend forscht (SJf) für ihre Arbeiten ausgezeichnet.

Die besten jungen Forscherinnen und Forscher aus der ganzen Schweiz sind für ihre herausragenden Leistungen ausgezeichnet worden. 130 Teilnehmende wurden am Samstag in der ETH Zürich für ihre Arbeiten gewürdigt. 32 Arbeiten erhielten das Prädikat «gut», 58 wurden mit «sehr gut» und 40 mit «hervorragend» bewertet. 

Unter den ausgezeichneten jungen Forscherinnen und Forschern sind auch zwei aus dem Oberland. Caeden Lenny Springer aus Wolfhausen entwickelte und baute einen Cyclocopter und analysierte dabei vor allem den sogenannten «Ground-Effect», also das physikalische Phänomen, das ein umströmter Körper in Bodennähe erfährt.

Porträt eines jungen Mannes. Er lehnt an ein Geländer im Innenhof einer Universität.
Caeden Lenny Springer aus Wolfhausen entwickelte ein Fluggerät mit vier Rotoren.

Die Arbeit des 20-Jährigen vom Gymnasium Rämibüel in Zürich wurde mit dem Prädikat «hervorragend» und dem Sonderpreis «I-FEST2», gestiftet von der SJf-Trägerschaft, ausgezeichnet.

Springer entwickelte und optimierte einen Cyclorotor mit überwiegend 3D-gedruckten Komponenten. Ein Cyclocopter ist eine spezielle Form eines auftrieberzeugenden Fluggeräts. Er sieht auf den ersten Blick aus wie eine herkömmliche Drohne. Mit dem Unterschied, dass die Flügel – im Gegensatz zu herkömmlichen Propellern – nicht senkrecht, sondern parallel zur Rotationsachse angeordnet sind. Für den Laien: Es sieht aus wie rotierende Flugzeugtragflächen.

Der Cyclcopter, den Caeden Lenny Springer aus Wolfhausen entwickelt hat. Man sieht ein drohnenartiges Fluggerät, bei dem die Flügel parallel zur Rotationsachse angeordnet sind.
Beim Cyclocopter sind die Flügel parallel zur Rotationsachse angelegt. Die Komponenten stammen grösstenteils aus dem 3D-Drucker.

Der entwickelte Cyclorotor wurde verbessert, bis schliesslich ein Fluggerät mit vier Rotoren realisiert werden konnte. Zudem entwickelte Springer eine Teststation, um verschiedene Cyclorotoren miteinander zu vergleichen und den Einfluss des Bodeneffekts auf den Auftrieb und die Effizienz zu untersuchen.

Der Cyclocopter konnte erfolgreich abheben und einen Schwebeflug von etwa einer Minute erreichen. «Die Arbeit vereint analytische, konstruktive und kreative Leistung mit Innovationskraft», lobt Professor Adrian Koller in der Würdigung der Arbeit.

Papier gegen Pixel

Anja Feldmann (21) aus Grüningen untersuchte die Reduktion von Stress beim Lesen. Dass sich Lesen vorteilhaft auf die mentale Gesundheit auswirkt, ist anerkannt. Anja Feldmanns Arbeit knüpft an diese Erkenntnis an und untersucht, ob Unterschiede in der Stressreduktion zwischen dem Lesen von Papier und vom Display bestehen.

Porträt einer jungen Frau. Sie lehnt an ein Geländer im Innenhof einer Universität.
Anja Feldmann aus Grüningen untersuchte mögliche Unterschiede in der Stressreduktion zwischen dem Lesen von Papier und vom Display.

Dazu führte sie ein Experiment durch, das die Stressreduktion beim Lesen beider Medien erfasste. Zusätzlich wurden Daten zum Textverständnis erhoben, um sie mit bestehenden Studien zu vergleichen und die Validität der Ergebnisse zu prüfen.

Im Experiment mit 40 Probandinnen und Probanden zeigte sich die Tendenz, dass Lesen auf Papier im Vergleich zum Display zu besserer Stressreduktion führt. Auch das Textverständnis ist auf Papier tendenziell besser. Diese Ergebnisse bestätigen den aktuellen Wissensstand und belegen die Zuverlässigkeit der erfassten Daten. Die Arbeit der Schülerin der Berufsmaturitätsschule Zürich wurde von der SJf-Jury mit dem Prädikat «gut» bewertet.

Die Prämierungsfeier in Zürich an der ETH markierte das Ende eines langen Wegs für die Finalisten aus der Gymnasial- und Berufsbildung.

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