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Gesellschaft

Das Kreuz mit dem Maurmer Kreuz

Das farbige Kreuz in der reformierten Kirche Maur entzückt – und wird doch immer wieder entfernt. Eine Geschichte über Plexiglas, Glauben und einen gut schweizerischen Kompromiss.

Das Kreuz mit dem Maurmer Kreuz

Zu Ostern wieder aufgehängt

In der reformierten Kirche Maur hängt ein wunderbares Plexiglaskreuz, das alle begeistert. Alle? Nicht ganz. Eine österliche Spurensuche.

Knapp 3200 Mitglieder zählt die Reformierte Kirchgemeinde in Maur. Ich bin eines von ihnen – und in meiner Haltung vermutlich eines von vielen: Ich teile zwar die christlichen Werte wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit oder Vergebung. Aber ich verstehe mich nicht als praktizierend gläubig.

Kirchliche Feiertage sind für mich in allererster Linie Freitage. Zu Weihnachten gibts Geschenke, an Ostern Eier. Und weiter? Natürlich wurden mir die Hintergründe einst vermittelt. Doch müsste ich sie selbst einem Kind erklären, würde ich auflaufen.

Ich darf mich daher glücklich schätzen, heuer, rechtzeitig zum wichtigsten Fest des christlichen Kalenderjahrs, wieder einmal eine kleine Auffrischung bekommen zu haben – und zwar dank eines ziemlich spektakulären, dreidimensionalen Plexiglaskreuzes.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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