Acht Wochen Kindergarten ohne Spielzeug – aber wieso überhaupt?
Wäscheklammer statt Puppe
Im Kindergarten Rosswinkel in Effretikon mussten die Kinder zwei Monate ohne Spielsachen auskommen. Aus ihnen wurden diskutierfreudige Wesen, die alles hinterfragten. Was dahinter steckt.
Im Kindergarten Rosswinkel weht seit den Sportferien ein anderer Wind. Es ist sozusagen Kinderanarchie ausgebrochen, denn die Kleinen dürfen mehr oder weniger machen, was sie wollen. Die einzige Bedingung: Spielzeug gibt es keins. So sollen die Kinder sich autonom entwickeln können und sekundär gegen Langeweile zu wissen helfen – doch zur Theorie später mehr.
Vielleicht stellt man sich nun einen leeren Raum vor, mit Umherirrenden, die imaginäre Gegenstände durch die Gegend schieben. So ist es nicht, denn mit Spielzeug sind Gegenstände gemeint, die spezifisch für Spiel und Spass gefertigt worden sind – alltägliche Gegenstände wie Tische, Stühle oder Kissen sind dabei nicht ausgeschlossen.
