Gesellschaft

Gemeinsam Gassi gehen ist in Fehraltorf angesagt

Zusammen mit dem Hund spazieren gehen, macht einfach mehr Spass. Deshalb hat eine Fehraltorferin ein entsprechendes Angebot lanciert.

Gemeinsam Gassi gehen ist in Fehraltorf angesagt

Kontaktpflege für Hunde

Zwei- und Vierbeiner im Einklang: Beim Gassi-Treff haben Frauchen und Herrchen gleichermassen viel Spass – wie ein gemeinsamer Spaziergang zeigt.

Da ist eine bunte Gruppe unterwegs: Inge Lustenberger mit Toddy, Gillian Anesini mit Juno und Naemi Piller mit Yuno. Die Szene spielt sich in Fehraltorf ab, wo Corinne Rohner im Sommer 2023 einen Gassi-Treff ins Leben gerufen hat. Ein Teil davon ist eben gerade unterwegs.

«Hunde sind Rudelwesen. Sie brauchen Kontakte zu andern Artgenossen. Wenn die Tiere nur mit uns Menschen zusammen sind, reicht das nicht. Beim Spazieren kommt es immer wieder zu spontanen Begegnungen zwischen Hunden. Ich wollte aber für regelmässigen Kontakt sorgen», erklärt Corinne Rohner. Der Gassi-Treff sei in erster Linie ein Treffen für Hunde, erklärt sie mit einem Lächeln.

Sie selber ist heute ohne Hund unterwegs: Ihr Husky-Mischling namens Fätze musste sie im Januar 2024 einschläfern lassen. «Ich bin noch in der Trauerphase, deshalb habe ich noch keinen neuen Vierbeiner», sagt Rohner.

Zurück zu ihrer Idee, den Gassi-Teff zu lancieren. «In dieser Community spielen unsere Hunde die Hauptrolle. Es geht aber auch darum, uns zu vernetzen, uns persönlich zu treffen und gemeinsam das Hündeler-Dasein zu geniessen», schreibt Rohner auf der Website des Gassi-Treffs, wo man sich für die Whatsapp-Gruppe registrieren kann. Die Gruppe organisiert sich jeweils übers Handy selber, wenn eine Gassi-Tour ansteht. Meist am Wochenende sei die Gruppe gemeinsam unterwegs, sagt Corinne Rohner.

Alte Frau mit Hund
Regelmässig beim Gassi-Treff dabei: Inge Lustenberger mit Hund Toddy.

«Wir können schon schneller laufen, ich habe genug Kraft», sagt Inge Lustenberger. Die 85-Jährige ist mit ihrem Hund Toddy dabei. Der English Setter lebt seit acht Jahren bei ihr. «Er ist ein Strassenhund aus Italien. Eine Kollegin hat ihn in die Schweiz gebracht, und ich habe ihn übernommen.» Früher habe er nicht gerne Männer gehabt, jetzt gehe es – schon schnuppert Toddy an der Hand des Schreibenden.

Schon als Sechsjährige habe sie Hunde gehabt – auch immer wieder Jagdhunde. Täglich sei sie mit ihrem Hund bis zu drei Stunden draussen. «Toddy hat seinen Rhythmus. Er will um 7.30, um 13.30 und um 18.30 Uhr raus», berichtet Inge Lustenberger.

«Ich komme gerne zum Gassi-Treff. Zusammen unterwegs zu sein und zu plaudern, macht einfach mehr Spass», sagt die gebürtige Deutsche, während Toddy brav neben ihr hertrottet.

Frau mit schwarzem Hund
Gillian Anesini ist heute mit Hund Juno dabei.

«Er ist sozusagen mein Schatten, der mich durchs Leben begleitet», witzelt Gillian Anesini. Die 23-Jährige führt den dreieinhalbjährigen Juno an der Leine – ein schwarzer Mischlingshund aus dem Tierheim.

«Ich wohne noch nicht so lange in Fehraltorf. Durch den Gassi-Treff habe ich schnell Anschluss und neue Bekannte gefunden», berichtet Anesini, die derzeit in der Ausbildung zur Tierärztin steckt und so ihren Hund auch ab und zu auf die Arbeit mitnimmt. «Juno ist ein sehr Lieber – und vor allem ein Langschläfer», verrät Anesini.

Frau mit Hund
Naemi Piller mit ihrem Hund Yuno.

Das sei ihr erster Hund, erzählt Naemi Piller. Er ist dreieinhalb Jahre alt und gehört zur Rasse der Dänisch-Schwedischen Hofhunde. «Der Kleine ist ein Energiebündel», verrät die 38-Jährige, «er ist gerne in Bewegung.» Mit ihrem Vierbeiner, ein richtiger Familienhund, ist sie im Sommer auf dem Greifensee gemeinsam auf dem Stand-up-Paddle unterwegs. «Yuno liebt es, so übers Wasser zu gleiten», betont sein Frauchen. Oder er renne gerne neben ihr her, wenn sie Velo fahre.

Seit Herbst habe sie eine neue Hundeschul-Methode ausprobiert – ohne Leine. «Das hat sehr gut funktioniert. Er folgt nun bestens.»

Genug der Worte. Auf einer Wiese toben sich jetzt die Hunde so richtig aus. Yuno jagt seinem Namensvetter Juno hinterher. Das macht nicht nur den Vierbeiner so richtig Spass – auch die Hundebesitzerinnen schauen dem Treiben mit Freude zu und unterhalten sich über ihre tierischen Lieblinge.

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