Das vergessene Schicksal eines «Titanic»-Opfers aus Uster
Albert Wirz
Ein Bauernsohn aus Uster wollte in den Vereinigten Staaten ein neues Leben anfangen – doch er starb beim Untergang der «Titanic». Eine auf ihm gefundene Taschenuhr wirft bis heute Fragen auf.
Albert Wirz ist Leiche Nummer 131. «Geschlecht: männlich, dunkles Haar, heller Schnurrbart, dunkler Anzug, Wollsocken, Schnallenschuhe», steht über ihn geschrieben, als sein Leichnam von der Mannschaft des kanadischen Kabelschiffs «Mackay-Bennett» aus dem Atlantik geborgen wurde. Das war am 24. April 1912.
Neun Tage zuvor, am 15. April, verstarb der Ustermer beim Untergang des Luxusdampfers «Titanic». Wirz, ein Passagier in der dritten Klasse, gehört zu den knapp 1500 Menschen, die bei der Schiffskatastrophe ihr Leben verloren.
Er war zum Zeitpunkt seines Todes 27 Jahre alt – und auf dem Weg nach Beloit im US-Bundesstaat Wisconsin, wo der Bauernsohn ein neues Leben anfangen wollte.

