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Gesellschaft

Letzte Ruhe im Greifensee? Oder lieber im Pfäffiker Wald?

Kremationsasche landet immer öfters auch in der Natur – und damit teilweise in Konflikt mit dem Gesetz.

Letzte Ruhe im Greifensee? Oder lieber im Pfäffiker Wald?

Alternative Bestattungen

Alternative Ruhestätten lösen langsam den klassischen Friedhof ab. So landen die sterblichen Überreste der Menschen öfters auch in der Natur, was zu Konflikten mit dem Gesetz führen kann.

Bald könnte es neben der Erdbestattung im Sarg und der Feuerbestattung, besser als Kremation bekannt, eine dritte Option geben: Bei der sogenannten Re-Erdigung wird der Leichnam kompostiert und danach zur letzten Ruhe gesetzt. Die entsprechende Einzelinitiative des Kilchbergers Herbert Ammann schickte der Kantonsrat Mitte Februar zur Prüfung an den Regierungsrat weiter.

Bei einer Re-Erdigung – oder salopp gesagt Kompostbeerdigung – soll der Körper wieder zu Erde werden. Der Leichnam wird in einem Gehäuse in ein Bett aus organischem Material (Stroh, Heu, Kräuter, Blumen) gelegt und damit zugedeckt. Die im Körper selbst und im organischen Material vorhandenen Mikroorganismen sorgen innerhalb von sechs Wochen dafür, dass sich der Körper zusammen mit dem ihn umgebenden Material in Humus verwandelt. Verschiedene Länder wie etwa die USA lassen diese Methode bereits zu. Der Kantonsrat hat mit 101 Stimmen die Einzelinitiative unterstützt, mit der die Re-Erdigung als zusätzliche Bestattungsform neben der Erdbestattung und der Kremation zugelassen werden soll. (lcm)

Doch auch ohne Kompostierung gibt es bereits heute mehr Optionen als die klassische Bestattung auf einem Friedhof – je nach Religion oder Vorliebe. Da ein Sarg zwingend auf einem Friedhof begraben werden muss, entscheiden sich die meisten für eine Kremation. Gemäss dem Schweizerischen Verband der Bestattungsdienste überwiegt dieser Teil mit 90 Prozent.

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