Pfäffikon ersteigert Bushäuschen aus Effretikon über Ricardo
Secondhandkauf aus Illnau-Effretikon
Die beiden ausgemusterten Wartehäuschen kommen in Pfäffikon zum Einsatz. Die Gemeinde hat sie für 5000 Franken ersteigert.
Die beiden beim Effretiker Eselriet demontierten Bushäuschen bieten künftig Wartenden in Pfäffikon Schutz vor Wind und Regen. Die Gemeinde hat die beiden Bushüsli auf der Verkaufsplattform Ricardo zum Startpreis von 5000 Franken ersteigert. Dort hatte sie das Werkamt von Illnau-Effretikon Anfang März ausgeschrieben, die Pfäffiker boten als Einzige.
Die «geräumige und moderne Bushaltestelle» sei in gutem Zustand, biete «Wetterschutz und Sitzgelegenheit» und sei «ideal für den Einsatz an Strassen mit viel Publikumsverkehr», hiess es damals im Originalinserat.
Um eine Strasse mit viel Publikumsverkehr handelt es sich auch beim neuen Standort der beiden Häuschen. Sie kommen nämlich an der Kempttalstrasse an der Bushaltestelle Matten bei der Landi Pfäffikon zu stehen, wie Fabian Stolz, Leiter Bau und Umwelt, auf Anfrage erklärt. Der Kanton hatte die Kempttalstrasse in diesem Bereich vor vier Jahren saniert, Wartehäuschen bereitzustellen, liegt jeweils im Ermessen der Gemeinden.
Personenunterstände waren bereits budgetiert
Pfäffikon sei laufend daran, stärker frequentierte Bushaltestellen mit Personenunterständen aufzurüsten, erklärt Fabian Stolz. Die Bushaltestelle Matten liege an der Strecke Pfäffikon–Uster und werde von vielen Pendlern genutzt. «Wir hatten sie für dieses Jahr budgetiert. Da kam uns das Inserat aus Illnau-Effretikon gerade recht.» Dass die beiden Häuschen dank ihrem Bogendach optisch auch noch zum ebenfalls geschwungenen Dach der Landi passten, sei das i-Tüpfelchen.

Zu den 5000 Franken für die Wartehäuschen kommen die Kosten für die Betonelemente hinzu, auf denen diese verschraubt werden. «Ich schätze, dass wir schliesslich rund 50 Prozent gegenüber einer Neubeschaffung einsparen können», sagt Fabian Stolz. Das sei gleich doppelt erfreulich: «Wir schonen damit nicht nur unsere Finanzen, sondern auch im Zuge der Kreislaufwirtschaft Ressourcen.»
Vom Verkaufsangebot auf Ricardo hat Fabian Stolz übrigens durch einen Artikel dieser Redaktion erfahren. Zwei seiner Mitarbeitenden hätten sich daraufhin die demontierten Wartehäuschen im Werkhof von Illnau-Effretikon angesehen und für gut befunden. «Wir haben die Katze also nicht im Sack ersteigert.»
Es sei seines Wissens das erste Mal, dass die Abteilung Bau und Umwelt in Pfäffikon Baumaterial über Ricardo ersteigert habe. «Falls noch weitere Bushüsli ins Angebot kommen sollten, wären wir nach den jetzigen Erfahrungen sicherlich nicht abgeneigt.» Im Budget 2025 wäre nach den Schnäppchen aus Illnau-Effretikon auf jeden Fall noch Spielraum.
.jpg?w=300&webp=1)