Der Frühling ist da – doch wo bleibt der Take-away-Stand in Niederuster?
Warten auf die Baubewilligung
Wäre alles nach Plan verlaufen, könnten sich die Greifensee-Ausflügler dieses Wochenende am provisorischen Kiosk erfrischen. Doch vorerst bleibt der Platz bei der Schifflände leer.
Endlich ist der Frühling da. Vogelgezwitscher, wärmere Temperaturen, Sonne satt. Viele Oberländer zieht es an oder auf den Greifensee. Spazieren, baden, rudern, paddeln, radeln. Wenn die Kehle trocken wird oder der Magen knurrt, lockt ein kühles Getränk oder ein Snack vom Imbissstand.
Beim Schiffsteg in Niederuster erwartet die Ausflügler in diesem Sommer aber eine Baustelle statt das bisherige Seerestaurant mit Kiosk und Take-away-Stand. Das neue Seerestaurant soll erst im Herbst eröffnet werden.
Der neue Pächter Päde Hofstetter jedoch möchte die Oberländer den Sommer über nicht «auf dem Trockenen» sitzen lassen. In einem provisorischen Kiosk will er mit seiner Gastro Buddies AG Essen und Getränke zum Mitnehmen anbieten. Auch die Bootsvermietung soll darin untergebracht werden.
Die Eröffnung des Imbissstands wäre auf den 1. April geplant gewesen. Eigentlich – denn noch wartet der umtriebige Unternehmer auf die Bewilligung seines Baugesuchs. «Wir wussten, dass es eine knappe Sache wird», sagt Hofstetter. «Doch bei einem Provisorium, das vom Sommerwetter abhängig ist, wäre man auf eine zeitnahe Abwicklung angewiesen.»
Klappt es noch innert nützlicher Frist?
Weil Mitte April noch die Ostertage anstehen, befürchtet Päde Hofstetter, dass es Mai oder noch später werden könnte, bis die Baubewilligung vorliegt. «Im August lohnt es sich auch nicht mehr, für zwei Monate einen Kiosk aufzubauen.»
Eine Nachfrage bei der Stadt Uster stimmt jedoch optimistisch: «Wenn alles klappt, sollte die Bewilligung voraussichtlich im April vorliegen», gibt Felix Brägger Auskunft. Er ist Leistungsgruppenleiter Baubewilligungen und Bausekretär. «Wir hoffen doch schon, dass die Ustermer im Sommer in den Genuss dieses Kiosks kommen.»
Bei einem ordentlichen Verfahren, wie das bei diesem öffentlichen Projekt der Fall sei, müsse man von der Einreichung bis zur rechtskräftigen Bewilligung mit einer Frist von fünf bis sechs Monaten rechnen. «Am Greifensee sind wir mitten in einer Seeschutzzone, da sind die Auflagen strenger.»
Wenn ein Bauprojekt keine Dritten beeinträchtige, komme ein Anzeigeverfahren zum Tragen, das nur eine Frist von ein bis zwei Monaten benötige. Zum Beispiel, wenn man in der eigenen Wohnung eine zusätzliche Wand ziehen möchte.
Die bevorstehenden Temperaturen wären ideal gewesen für die Eröffnung eines neuen Kiosks. Familien, die ihre Kinder mit einer Glace zum Spazierengehen ködern wollen, werden dieses Wochenende wohl noch ein anderes Ziel anvisieren müssen als den Schiffsteg in Niederuster.
