Wie das Balkonkistchen zum Sprungbrett für die Natur wird
Biodiversität im Siedlungsraum
Die Stadt Illnau-Effretikon ruft dazu auf, Balkone und Terrassen zu begrünen. Die kleinen Oasen bieten Lebensraum für die heimische Tierwelt – und sie funktionieren als natürliche Klimaanlagen.
Drei, vier Töpfe mit Wildblumen für die Bienen, etwas Totholz als Rückzugsort für Käfer oder eine Wasserschale für die Vögel: «Nur schon ein Fenstersims kann einen wertvollen Beitrag für mehr Natur im Quartier leisten», sagt der Umweltwissenschaftler Marc Weiss. Mit der Verdichtung von Ortschaften schwinde der Raum für einheimische Tiere und Pflanzen.
Das sei nicht nur aus ökologischer Sicht problematisch. «Versiegelte Flächen können im Sommer zu wahren Hitzeinseln werden. Und das schlägt sich dann auch auf das Wohlbefinden von uns Menschen nieder.»

