Restaurant Leone ist zurück in Rikon – in neuem Kleid
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Genau zwei Jahre nachdem Tariq Mahmood seine Beiz aufgeben und dem Abrissbagger überlassen musste, kehrt wieder Leben ins «Leone» ein. Das Credo: Moderne trifft auf Bewährtes – und bloss keine Experimente wagen.
In Küche und Gastraum des Restaurants Leone in Rikon schwirren Handwerker umher. Auf den Tischen liegt noch eine dünne Staubschicht, die Gastgeber Tariq Mahmood mit der Handfläche wegwischt, ehe man den Blick scharf gestellt hat.
Bis kommenden Dienstag sollen die Staubablagerungen verflogen, alle Deko-Elemente angebracht und die Arbeiter bereits mit einer neuen Baustelle beschäftigt sein. Am 1. April, zwei Jahre nach dem letzten Öffnungstag, empfängt Mahmood in seiner bodenständigen Pizzeria wieder Gäste.
Getan hat sich so einiges. Dort, wo früher ein altehrwürdiges Riegelhaus stand – es beherbergte nicht nur den ursprünglichen «Löwen», sondern auch viele Jahre die Gemeindeverwaltung –, steht jetzt ein moderner vierstöckiger Block mit gelblich-weissem Verputz. Oben wird künftig gewohnt, unten geschlemmt.
Für den Wirt ist die Wiedereröffnung der Pizzeria ein Heimkommen. «Rikon ist für mich Heimat und die Kundschaft Familie», sagt er.
Seit 2015 führte er das «Leone» bereits, während der Bauzeit arbeitete er im «Hirschen» in Sirnach. Entsprechend zufrieden ist er, dass er nun wieder Gäste am angestammten Ort begrüssen darf. «Meine Stammgäste haben darauf gewartet.»
Dabei war etwas Geduld gefragt: Ursprünglich hätte Mahmood nämlich bereits im vergangenen Sommer in den Neubau einziehen wollen. Doch Probleme auf der Baustelle, etwa der unerwartet hohe Grundwasserstand, verzögerten die Arbeiten um über ein halbes Jahr.
Nun ist der Moment endlich da und die Vorfreude kaum übersehbar. Davon zeugen auch die Transparente an den Balkongeländern, auf denen in fetten Lettern «Endlich sehen wir uns wieder!» steht.
Und im Inneren? Da legt Tariq Mahmood Wert auf Konstanz und wagt keine Experimente. «Das Wichtigste ist, dass das Konzept gleich bleibt und die Kunden zufrieden sind», sagt er.
Nach wie vor ist das Speiseangebot eine Kombination aus italienischer und schweizerischer Küche. Die von seinem Heimatland Pakistan inspirierten Gerichte aus der früheren Speisekarte fehlen, schaffen es möglicherweise aber zu einem späteren Zeitpunkt wieder ins Menü. «Es ist sonst zu viel», findet Mahmood.
Entsprechend erinnert auch das Interieur der Beiz an eine aufgefrischte Version des alten «Leone»: Moderne Möbel und grüne Akzente treffen auf dunkles Holz und halbdurchsichtige Vorhänge, die Bodenständigkeit ausstrahlen.
Für den Gastronomen ist vor allem die aktualisierte Technik ein Highlight. Die neue Küche ist grösser und moderner und verschlingt daher weniger Energie- und Reparaturkosten als die alte. Ausserdem gibt es eine neue Bartheke mit Pizzaofen im Gästebereich. Dieser ist zum Vorteil der älteren Gäste nun vollständig barrierefrei. Und allem voran: Es hat mehr Platz.
Sowohl für die sieben Mitarbeitenden als auch für die Gäste. Neu hat die Beiz 80 statt 60 Sitzplätze, dafür fällt der Aussenbereich etwas kleiner aus als früher.
Das Ganze hat für den Wirt aber auch einen Preis: Die Miete für die Gastrofläche ist doppelt so hoch wie früher – und damit auch der Erfolgsdruck. Angst vor dem Scheitern hat Mahmood aber nicht. Immerhin: Erste Reservationen hat der «Leone»-Wirt bereits in petto.
Das Restaurant Leone ist ab dem 1. April von Dienstag bis Sonntag geöffnet. Mehr Informationen gibt es auf der Website oder unter Telefon +41 79 750 02 02.