Das Funkloch zwischen Effretikon und Winterthur ist bald Geschichte
Gute Nachrichten für Pendler
In Kemptthal fällt die mobile Internetverbindung oft aus. Nun haben Swisscom, Sunrise und Salt eine Antenne aufgestellt, die das Problem lösen soll.
Im engen Tal bei Kemptthal schauen Pendlerinnen und Pendler oft kurz aus dem Fenster. Links fliesst die Kempt, rechts liegt die Winterthurerstrasse. Youtube ruckelt, Spotify legt eine Pause ein, und auch die News-App braucht etwas Zeit, um die nächsten Buchstaben und Bilder zu laden.
Das Problem ist alt und wohlbekannt. Zwischen Effretikon und Winterthur stockt das mobile Internet oder fällt ganz aus. Auch Swisscom, Salt und Sunrise wissen das schon lange. Wegen der Hügel ringsum können ihre Antennen bloss kurze Abschnitte der Bahnstrecke mit Daten versorgen.
Nun ist Besserung in Sicht. Zwischen der Hundepension Meisholz und Golf Kyburg, dem Golfplatz auf dem Rossberg, steht seit ein paar Tagen ein gut 20 Meter hoher Mast. Die stabförmigen senkrechten Kästen der Basisstationen mit den Antennen von Sunrise, Swisscom und Salt sind bereits daran befestigt.
Ab Sommer, vielleicht früher
«Die Antenne steht, und die Geräte sind montiert», sagt Rolf Ziebold, Mediensprecher von Sunrise. Wann genau die Mobilfunkanlagen in Betrieb gehen, ist offen. «Geplant ist die Inbetriebnahme im Sommer 2025.» Vielleicht werde die Anlage aber schon früher fertig. Gebaut wird sie von Swiss Tower, einer Dienstleisterin für Mobilfunkinfrastrukturen, die dem spanischen Telekommunikationsunternehmen Cellnex gehört.
Das Warten auf Daten zwischen Winterthur und Effretikon hat also schon bald ein Ende. Salt, Sunrise und Swisscom versprechen sich von ihren zusätzlichen Antennen jedenfalls deutlich verbesserte Leistungen für ihre Kundinnen und Kunden.
Ein letzter Tipp vom Profi
Bevor das Funkloch in Kemptthal definitiv gefüllt und Geschichte ist, reicht die Zeit gerade noch, einen Tipp von Mediensprecher Ziebold zu testen. «Mobilfunkverbindungen funktionieren nach dem Fondue-Caquelon-Prinzip», sagt er. Je mehr darin rühren, desto weniger Käse – oder eben Datenvolumen – bleibt für den Einzelnen übrig.
Wer vorne im Zug sitzt, wird früher mit der nächsten Antenne entlang den Gleisen verbunden. Und kann für einige Sekunden (fast) allein Daten ziehen. Wer weiter hinten sitzt, wird später mit der Antenne verbunden. Und muss das Datenvolumen der Funkzelle mit den anderen Passagieren teilen, die weiter hinten im Zug sitzen.
